IOC-Chef weiterhin für Teinahme von Russen und Weißrussen an Olympia 2024

© SNA / Alexey FilippowOlympische Ringe
Olympische Ringe - SNA, 1920, 28.03.2023
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, hat die Pläne, russische und weißrussische Athleten als neutrale Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2024 in Paris teilnehmen zu lassen, erneut verteidigt. Allerdings gebe es einige Bedingungen dafür.
„Die Teilnahme von Athleten mit russischen und weißrussischen Pässen an internationalen Wettkämpfen funktioniert“, sagte Bach in seiner Ansprache zum Auftakt der Vorstandssitzung des IOC am Hauptsitz in Lausanne.
Man sehe das fast täglich in einer Reihe von Sportarten – im Tennis, aber auch im Radsport, bei einigen Tischtennis-Wettkämpfen, so Bach.
„Wir sehen es imEishockey, Handball, wir sehen es im Fußball und in anderen Ligen in den Vereinigten Staaten, aber auch in Europa und wir sehen es auch auf anderen Kontinenten“, sagte der IOC-Chef weiter. Bei keinem dieser Wettbewerbe sei es zu Sicherheitsvorfällen gekommen.
Die Regierungen, auf deren Hoheitsgebiet die Wettkämpfe stattfänden, stellten mit „sehr wenigen Ausnahmen“ Visa an Russen und Weißrussen aus, und in anderen Ländern stellen sie „sogar Arbeitserlaubnisse“ für diese Spieler und Athleten aus.

„Wir werden keine Lösung finden können, die allen gefällt. Damit müssen wir möglicherweise leben“, erklärte Bach.

Bach zufolge beinhalten die Empfehlungen für Veranstalter und Sportverbände aber, dass Athleten nur als Neutrale ohne Flagge und Hymne antreten können. Sie dürfen nur an Wettbewerben teilnehmen, wenn sie die Spezialoperation in der Ukraine nicht aktiv unterstützen. Auch müsse ein nachgewiesener Drogentest vorgelegt werden.
Die Entscheidung über eine Teilnahme-Erlaubnis werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.
President of the International Olympic Committee (IOC) Thomas Bach - SNA, 1920, 12.02.2023
IOC-Präsident Thomas Bach für Olympia-Teilnahme russischer und belarussischer Athleten

Westen gegen Teilnahme von russischen und weißrussischen Sportlern

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Forderung der britischen Regierung, Sportler aus Russland und Weißrussland von den Olympischen Spielen auszuschließen, zurückgewiesen.
„Es ist nicht Sache der Regierungen zu entscheiden, welche Athleten an welchen internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen“, hieß es in einem IOC-Statement.
Zuvor hatte das britische Sportministerium in einem Brief an Olympia-Sponsoren um Unterstützung für seine Position geworben.
Auch haben mehr als 300 Fechter an Bach appelliert und es als einen „katastrophalen Fehler“ bezeichnet, sollten Russland und Weißrussland zu den olympischen Spielen zugelassen werden. Bach seinerseits hob hervor, die Politik dürfe nicht Teil von Sportwettkämpfen sein und Sportler sollten nicht für ihre Pässe bestraft werden.
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