- SNA, 1920, 19.08.2022
Russische Spezialoperation in der Ukraine
Die wichtigsten Nachrichten über die Lage in der Ukraine und Russlands Spezialeinsatz zu deren Entmilitarisierung und Entnazifizierung.

Griechischer Ex-General geht auf Nachteile von Leopard-Panzern ein

© AP Photo / Michael SohnDer Schützenpanzer Marder
Der Schützenpanzer Marder  - SNA, 1920, 25.01.2023
Der griechische Generalleutnant a.D. Ioannis Baltzois hat in einem Interview mit SNA aufgeklärt, welche Schwierigkeiten der mögliche Einsatz von Leopard-Panzern durch die ukrainischen Streitkräfte auslösen könnte.
Der Leopard 2 übertreffe zwar beispielsweise den britischen Kampfpanzer Challenger und den französischen Leclerc, klärte der Experte auf. Allerdings gebe es bei diesem Waffensystem auch Nachteile, die im Falle einer Entsendung in die Ukraine entscheidend sein könnten: Die Besatzung müsse gut ausgebildet und trainiert sein und sich in allen Besonderheiten dieses Panzers gut auskennen.
„Die Ukrainer werden drei bis vier Monate brauchen, um zu lernen, wie man ihn steuert. Die Rede ist also von Mai. Ohne Vorbereitung werden sie einfach nicht damit fertig“, betonte Baltzois. Zudem würden „selbst 200 oder 300 Panzer an einer so großen Front das Spiel nicht verändern“.
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„Die Russen haben (Panzer – Anm. d. Red.) T-90MS, die dem Leopard-Panzer ähneln, und Russland ist in der Lage, Hunderte, wenn nicht Tausende von ‚Raupen‘ zu entsenden. Ich glaube, die Leopard- Panzer werden es einfach nicht schaffen, rechtzeitig einzutreffen“, so Baltzois weiter. Seiner Ansicht nach sind die russischen Panzer der Typen T-90 und Armata T-14 dem deutschen Leopard 2 überlegen.
Inzwischen besitze Griechenland derzeit die größte Zahl von Leopard-Panzern in ganz Europa. Rund 500 davon würden auf den Typ Leopard 1/A5 und mehr als 300 auf Leopard 2 entfallen.
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Auch der mögliche Einsatz von US-amerikanischen Panzern Abrams durch die ukrainische Armee könnte mit Schwierigkeiten verbunden sein. Ein Abrams-Panzer werde „in der ukrainischen Steppe stecken bleiben, und er hat den zusätzlichen Nachteil, dass er einen großen Vorrat an speziellem Flugbenzin benötigt, weil er eine Turbine hat. Dieser Treibstoff wird nicht leicht zu finden sein, außerdem hat er einen sehr hohen Verbrauch“, sagte Baltzois abschließend.
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