Jahrespressekonferenz: Lawrow zieht Bilanz der Außenpolitik für 2022

© SNA / Светлана Шевченко / Zugriff auf das MedienarchivRussischer Außenminister Sergej Lawrow (Archivbild)
Russischer Außenminister Sergej Lawrow (Archivbild) - SNA, 1920, 18.01.2023
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hält am Mittwoch seine jährliche große Pressekonferenz zu den außenpolitischen Ergebnissen des Jahres 2022 ab. Dabei soll er eine Bestandsaufnahme der russischen Außenpolitik machen, die internationale Situation bewerten und die Fragen von Journalisten beantworten.
Stichpunkte aus seiner Rede:
Unsere westlichen Kollegen hätten versucht, die Ukraine und die Geschehnisse um sie herum zu den wichtigsten politischen, medialen und wirtschaftlichen Ereignissen zu machen, indem sie Russland für die so genannte Aggression gegen die Ukraine als Ursache für alle Probleme der Weltwirtschaft verantwortlich machten.

Die Statistiken der Weltbank, des IWF, der FAO und anderer internationaler Agenturen zeigen überzeugend, dass sich die Krise schon lange vor Beginn des Spezialeinsatzes zusammenbraute, so Lawrow.

Zu den Mitteln, die die USA gegen ihre Konkurrenten einsetzen, gehörten die Dämonisierung, Erpressung, Sanktionen, die Bedrohung von Gewalt, der Kurs des Westens auf die Zerstörung der traditionellen Bindungen der historischen Partner.
Diejenigen, die sich für Russland entschieden, die glaubten, dass die Ukraine und Russland durch Traditionen verbunden sind, wurden erst sanft und dann rücksichtslos bestraft.
„Das, was jetzt in der Ukraine passiert, ist ein Ergebnis der jahrelangen Bemühungen der USA und ihrer Sattellitten. Sie haben einen hybriden Krieg gegen Russland vorbereitet und schließlich damit auch begonnen.
Die Sanktionen gegen Russland werden verhängt, damit das russische Volk eine Revolution anzettelt; niemand will dies verheimlichen. Der hektische Versuch, die Vorherrschaft auf Biegen und Brechen aufrechtzuerhalten, bestätigt, dass Washington versucht, die Entstehung einer multipolaren Welt zu verhindern, die sich auf natürliche Weise ergibt.

„Ich habe von Emmanuel Macrons neuer Idee gehört, eine Konferenz der europäischen Staaten einzuberufen, inklusive der EU-Länder, der Östlichen Partnerschaft, der Emigranten aus Russland, die politisch aktiv sind, und der Vertreter der russischen Regionen. Die Situation spiegelt einen Kurs in Richtung globaler Vorherrschaft unter Androhung von Strafe wider“, sagte Lawrow.

Dass Washington alleine das ganze internationale Geschehen bestimmen will, hält Moskau für die wichtigste Ursache für alle Probleme der Welt. Die Amerikaner dürfen alles tun – egal wo, oder wann, oder wie. Das, was die Amerikaner für richtig halten, setzen sie auch durch.
„Alle anderen dürfen ohne das grüne Licht aus Washington nichts unternehmen – selbst wenn eine direkte Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. Und diese Gefahr schaffen die USA selbst an den Grenzen des jeweils anderen Staaten.
Napoleon habe in seiner Zeit ganz Europa gegen das russische Kaiserreich mobilisiert. Adolf Hitler habe die meisten europäischen Staaten unterworfen und ließ sie gegen die Sowjetunion kämpfen. Und nun haben die USA eine Koalition – mit fast allen europäischen Staaten, den Nato- oder nicht Nato-Mitgliedern – gebildet und nun führen sie in die Ukraine oder über die Ukraine einen Krieg in unser Land. Dabei verfolgen sie das gleiche Ziel – sie wollten die Russland-Frage endgültig lösen. Sie wollen die Endlösung der Russland-Frage herbeiführen.
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