- SNA, 1920, 19.08.2022
Russische Spezialoperation in der Ukraine
Die wichtigsten Nachrichten über die Lage in der Ukraine und Russlands Spezialeinsatz zu deren Entmilitarisierung und Entnazifizierung.

Ukraine ist ein Testfeld für US-Waffen – CNN

© AP Photo / LIBKOSUkrainische Soldaten bereiten eine Haubitze M777 zum Einsatz vor
Ukrainische Soldaten bereiten eine Haubitze M777 zum Einsatz vor  - SNA, 1920, 16.01.2023
Die Kampfhandlungen in der Ukraine bieten offenbar den USA und ihren Verbündeten eine Gelegenheit zu untersuchen, wie ihre eigenen Waffensysteme unter intensivem Einsatz funktionieren. Dies berichtet der Sender CNN.
Die Ukraine sei „in jeder Hinsicht ein Waffenlabor, denn keine dieser Ausrüstungen ist jemals in einem Krieg zwischen zwei industriell entwickelten Nationen eingesetzt worden“, soll eine mit westlichen Geheimdienstinformationen vertraute Quelle gegenüber dem CNN geäußert haben. Es handele sich „um reale Gefechtstests“.
So habe sich beispielsweise die Drohne Switchblade 300 auf dem Schlachtfeld als weniger effektiv erwiesen als erwartet. Dies habe ein US-Militär mitgeteilt, der für militärische Operationen zuständig und mit der Situation vertraut ist. Eine aktuelle Studie einer britischen Denkfabrik bestätige diese Informationen. Dasselbe gelte für eine Rakete, die feindliche Radarsysteme zerstören solle.
Die Mehrfachraketenwerfer M142 (HIMARS) haben eine „entscheidende Bedeutung für den Erfolg der Ukraine“ gehabt, obwohl die USA „wertvolle Lehren über die Häufigkeit der Reparaturen“, die diese Systeme bei einem so intensiven Einsatz erforderten, gezogen hätten.
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Laut einem weiteren Verteidigungsbeamten betrifft eine weitere wichtige Erkenntnis die Haubitze M777. Die Läufe der Haubitzen würden sich abnutzen, wenn zu viele Geschosse in kurzer Zeit abgefeuert würden, wodurch die Artillerie ungenauer und weniger effektiv werde.
Eine der Lehren, die die USA aus den Kampfhandlungen in der Ukraine ziehen könnten, sei, dass die gezogene Artillerie – wie die Haubitze M777 – bereits der Vergangenheit angehören könnte. Diese Systeme seien schwerer zu bewegen, um einem Gegenfeuer zu entgehen. In einer Welt der allgegenwärtigen Drohnen und der Überwachung aus der Luft sei es „heutzutage sehr schwer, sich zu verstecken“, hieß es.
Wenn es darum gehe, Lehren zu ziehen, könne man „ein Buch darüber schreiben“, zitiert der Sender das Mitglied des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses Jim Himes.
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Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine biete auch den Rüstungskonzernen eine Möglichkeit zur Erforschung und Vermarktung ihrer Waffensysteme. So habe das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems bereits angekündigt, dass der russische Erfolg mit Kamikaze-Drohnen die Entwicklung eines neuen gepanzerten Kampffahrzeugs ins Leben gerufen habe, das die Soldaten durch eine stärkere Panzerung vor Angriffen aus der Luft schützen solle.
Nach Angaben des Senders haben inzwischen mehrere Geheimdienst- und Militärbeamte erklärt, sie hofften, dass die Entwicklung von billigen „Einweg-Drohnen“ zu einer der wichtigsten Prioritäten für Verteidigungsunternehmen geworden sei.
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