Telefongespräch mit Erdogan: Putin wirft Westen Heuchelei wegen Angriffen an Weihnachten vor

© SNA / POOL / Zugriff auf das MedienarchivTreffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan
Treffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan - SNA, 1920, 16.01.2023
An diesem Montag hat der russische Präsident, Wladimir Putin, ein Telefongespräch mit seinem türkischen Amtskollegen, Recep Tayyip Erdogan, geführt. Dabei sind solche Themen wie die russisch-türkischen Beziehungen, die Lieferung von russischem Getreide in bedürftige afrikanische Länder sowie die Ukraine-Krise zur Sprache gekommen.
Nach den offiziellen Informationen des Kremls haben die beiden Präsidenten ihr Engagement für die weitere umfassende Entwicklung der russisch-türkischen Zusammenarbeit bekräftigt. Zu den Prioritäten gehören demnach die Zusammenarbeit im Energiesektor, einschließlich der Lieferung von russischem Erdgas und der Schaffung eines regionalen Gashubs in der Türkei.
Auch sei der Meinungsaustausch über die Lage um die Ukraine fortgesetzt worden. Unter anderem auf Initiative der türkischen Seite und unter Berücksichtigung der jüngsten Kontakte in Ankara würden die Menschenrechtsbeauftragten Russlands und der Ukraine die Frage des Austauschs von Gefangenen, vor allem von Verwundeten, ansprechen, heißt es weiter.
Der russische Präsident habe seinen Amtskollegen zudem auf „die zerstörerische Linie des Kiewer Regimes“ aufmerksam gemacht, das auf die Intensivierung der Kampfhandlungen mit Unterstützung westlicher Sponsoren gesetzt und das Volumen der transferierten Waffen und Militärausrüstung erhöht habe.
„Ein Beispiel für die heuchlerische Politik Kiews war die Ablehnung des Vorschlags, das Feuer für die Zeit des orthodoxen Weihnachtsfestes einzustellen“, zitiert der Kreml Präsident Putin.
Darüber hinaus sei die Umsetzung der Istanbul-Vereinbarungen vom 22. Juli über den Export von ukrainischem Getreide aus den Schwarzmeerhäfen und die Freigabe der Lebensmittel- und Düngemittellieferungen aus Russland erörtert worden.
Das Kiewer Höhlenkloster (Archivbild) - SNA, 1920, 16.01.2023
Ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats unter Druck

Russland führt Waffenruhe in Ukraine an Weihnachten ein

Präsident Putin hatte zuvor den russischen Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, angewiesen, einen Waffenstillstand entlang der gesamten Kontaktlinie in der Ukraine vom 6. Januar ab 12:00 Uhr bis zum 7. Januar 24:00 Uhr einzuführen.
Der Kreml rief auch die Ukraine auf, sich dem Waffenstillstand anzuschließen, damit die Bürger Weihnachtsgottesdienste besuchen könnten. Kiew hatte sich jedoch geweigert, die Feuerpause einzuhalten:
„Russland muss die besetzten Gebiete verlassen – erst dann wird für es ein ‚vorübergehender Waffenstillstand’ beginnen“, sagte der Berater des ukrainischen Präsidenten, Michail Podoljak.
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