Schlussstrich und Ende der Verstromung der Braunkohle? Habeck zur Lützerath-Situation

© AP Photo / Michael SohnDer deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck
Der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck - SNA, 1920, 12.01.2023
In einem ZDF-Interview hat der Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck erzählt, wie die Grünen mit den Klimaprotesten umgehen und wie die Koalition rechtfertigt, dass weiter Kohle verstromt wird.
„Ich finde den Protest, wie er aufgesetzt wird, nicht richtig“, sagte Habeck.
Laut dem Bundeswirtschaftsminister ist die Energiekrise noch nicht vorbei, sie sei nur eingedämmt worden. Sie sei „beherrschbar geworden“, weil der Gasverbrauch durch Sparmaßnahmen zurückgegangen sei und weil zusätzliche Braunkohle statt Gas verstromt werde. Nur so habe man eine Gasmangellage verhindern können.
Trotzdem kämpfe Habeck immer noch dafür, die Klimaziele einzuhalten. Es sei möglich, Klimaschutz und Energiesicherheit zusammenzubringen und die Lässlichkeiten der Vergangenheit aufzuholen.
„Lützerath ist nicht das ,Weiter so’ der Energiepolitik der Vergangenheit. (...) Es ist der Schlussstrich darunter.“
Der Konflikt um das von Klimaaktivisten besetzte Dorf Lützerath an der Abbruchkante des Rheinischen Tagebaus spitzt sich zu. Die Demonstranten sind fest entschlossen, weiter gegen die Räumung zu kämpfen. Es ist bereits zu mehreren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Beamten haben einen anderthalb Kilometer langen Zaun um das Gebiet errichten lassen.
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