Moskau wird prinzipiell kein Öl zu westlichen Preisen liefern – Russischer Finanzminister

CC0 / drpepperscott230 / Pixabay / Erdöl (Symbolbild)
Erdöl (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.12.2022
Russland wird laut Finanzminister Anton Siluanow prinzipiell kein Öl zu vom Westen festgelegten Preisen liefern, sondern selbst bei steigenden Kosten nach neuen Märkten suchen.
„Wir können kein Öl nach Verträgen liefern, welche die von westlichen Staaten angebotenen Preiseinschränkungen enthalten werden. Das ist ausgeschlossen“, sagte Siluanow gegenüber dem TV-Sender „Asharq News“ in Bezug auf die Details der russischen Gegenmaßnahmen zum Ölpreisdeckel.
Ihm zufolge wird die Nachfrage nach Öl „nach Prognosen der Agenturen weiter wachsen“. Daher werde Moskau nach neuen Märkten suchen und neue Logistikrouten entwickeln, unabhängig von dem steigenden Aufwand.
Dmitrti Peskow, Kreml-Pressesprecher - SNA, 1920, 08.12.2022
Nach Einführung von Ölpreisdeckel: Russland erarbeitet Gegenmaßnahmen – Peskow
Am 5. Dezember traten die Ölsanktionen westlicher Länder in Kraft: Die EU hört auf, auf dem Seeweg transportiertes russisches Öl anzunehmen. Die G7-Länder, Australien und die Europäische Union haben zudem eine Preisobergrenze für auf dem Seeweg transportiertes russisches Erdöl in Höhe von 60 US-Dollar pro Barrel eingeführt.
Der russische Vizepremier, Alexander Nowak, verwies in seinem Kommentar zu dieser Entscheidung darauf, dass Russland die Preisobergrenze für russisches Öl nicht akzeptieren werde, selbst wenn die Förderung reduziert werden müsse.
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