Merkels Äußerung zu Minsker Abkommen „konkreter Anlass für ein Tribunal" – Sacharowa

© SNA / Maksim BlinowRusslands Außenministerium
Russlands Außenministerium - SNA, 1920, 08.12.2022
Das Eingeständnis der Altkanzlerin Merkel, dass das Minsker Abkommen von 2014 darauf abgezielt war, der Ukraine Zeit für die Vorbereitung zu einem bewaffneten Konflikt zu geben, zeugt laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, davon, dass der Westen nicht einmal geplant hatte, die Vereinbarungen umzusetzen.
„Dies ist ein Eingeständnis, das vielleicht zum ersten Mal so deutlich gemacht wurde“, sagte sie in einem Briefing am Donnerstag.
Kiew habe zwar wiederholt gesagt, dass es die Minsker Vereinbarungen nicht umsetzen werde, räumte sie ein. Die westlichen Länder des Normandie-Formats und deren Staats- und Regierungschefs hätten dies nie so deutlich bekannt gegeben.
„Heute haben wir Beweise, dass alles, was ausgearbeitet, der Welt als Vereinbarungen präsentiert wurde und in Form einer für alle Staaten verbindlichen Resolution des UN-Sicherheitsrates Teil des Völkerrechts wurde, eine Fälschung ist. Es war ein Kokettieren mit der Anwendung des Völkerrechts zu dem einzigen Zweck, das Kiewer Regime mit Waffen vollzupumpen und sich auf den Beginn der Kampfhandlungen politisch vorzubereiten“, so Sacharowa weiter.
Das Eingeständnis der deutschen Altkanzlerin offenbare etwas Erschreckendes: nämlich dass der Westen Fälschung als Handlungsmethode einsetze, betonte die Sprecherin.
„Sie wussten schon damals, im Jahr 2015, als sie die stundenlangen Verhandlungen führten, dass sie dies niemals umsetzen und das Kiewer Regime mit Waffen vollpumpen werden. Sie haben kein Mitleid mit der Zivilbevölkerung im Donbass, ja mit der gesamten Ukraine. Sie brauchten einen Konflikt, und sie waren damals bereit dazu.“
„Derzeit wird viel über eine rechtliche Bewertung der Situation um die Ukraine gesprochen, über eine Art Tribunal und so weiter. Und dies (Merkels Äußerung – Anm.d. Red.) ist ein konkreter Anlass für ein Tribunal“, hob Sacharowa hervor.
Merkels Worte seien ein Zeugnis einer Person, „die direkt sagte, dass alles, was in den Jahren 2014 und 2015 getan worden war, ein einziges Ziel gehabt hatte: die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft von den wirklichen Problemen abzulenken, die Zeit zu verzögern, das Kiewer Regime mit Waffen vollzupumpen und die Sache zu einem großen Konflikt zu bringen.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 25.11.2022
„Hatte nicht mehr die Kraft, mich durchzusetzen“: Merkel äußert sich zur Lage um die Ukraine
In einem Interview mit der „Zeit“ hat Merkel geäußert, das Minsker Abkommen sei eine Versuch gewesen, „der Ukraine Zeit zu geben“. Das Land habe diese Zeit auch genutzt, um stärker zu werden.
„Und ich bezweifle sehr, dass die Nato-Staaten damals so viel hätten tun können wie heute, um der Ukraine zu helfen“, sagte Merkel.
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