Erster LNG-Tanker für Deutschland ist auf dem Weg nach Wilhelmshaven

© SNA / Alexej Witwizki / Zugriff auf das MedienarchivVerdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild)
Verdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild) - SNA, 1920, 04.12.2022
Noch vor Weihnachten sollte Deutschlands erstes LNG-Terminal eröffnet werden. Das scheint zu klappen: Das Terminalschiff „Höegh Esperanza“ nimmt aktuell Kurs auf Wilhelmshaven – und bringt eine Menge Flüssigerdgas mit.
Wie Daten des Portals „Marinetraffic“ zeigen, nimmt die „Höegh Esperanza“ seit Samstag Kurs auf den Nordseehafen. Der 294 Meter lange und 46 Meter breite Tanker des norwegischen Unternehmens Höegh LNG soll Wilhelmshaven demnach am nächsten Samstag erreichen.
Das schwimmende Terminalschiff verfügt über eine Anlage, in der das auf rund minus 162 Grad heruntergekühlte, verflüssigte Erdgas regasifiziert werden kann. Die Bundesregierung hat die „Höegh Esperanza“ für Wilhelmshaven gechartert. Der Tanker selbst kann bis zu 170.000 Kubikmeter Flüssigerdgas laden; in gasförmigem Zustand entspricht das rund hundert Millionen Kubikmetern.
Bis Samstag lag er im spanischen LNG-Terminal Sagunto nahe Valencia – und hat dort offenbar massenhaft Flüssigerdgas aufgenommen.
Dazu sollen in den kommenden Wochen zwei weitere schwimmende Terminals in Brunsbüttel (RWE) und Lubmin (Deutsche Regas) den Betrieb aufnehmen. Zusammen könnten die drei Anlagen etwa 20 Prozent des jährlichen Bedarfs der Bundesrepublik decken.
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