Debatte um Staatsbürgerschaftsrecht: Faeser warnt vor „Stimmungsmache“

© AP Photo / Markus SchreiberBundesinnenministerin Nancy Faeser
Bundesinnenministerin Nancy Faeser - SNA, 1920, 27.11.2022
Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat in einem Gastbeitrag in der Debatte um das Staatsangehörigkeitsrecht in Deutschland auf Ressentiments aufmerksam gemacht.
Es habe viele Menschen „tief verletzt“, dass die Debatten in der Vergangenheit häufig von „Stimmungsmache“ geprägt gewesen seien, schrieb die SPD-Politikerin. Das werde einem modernen Einwanderungsland nicht gerecht.
„Die Reform unseres Staatsangehörigkeitsrechts ist lange überfällig und eine große Chance, unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, hieß es weiter.
Faeser trete zudem dafür ein, dass man die Staatsbürgerschaft bei „besonderen Integrationsleistungen“ schon nach drei Jahren erhalten könnte. Leistung soll sich ihr zufolge lohnen. Des Weiteren befürwortete die Ministerin das Konzept der Mehrstaatigkeit. Denn die bisherige Praxis verhindere die Einbürgerung vieler Menschen, die seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik lebten und hier zu Hause seien.
Am Montag will sie gemeinsam mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz die Veranstaltung „Deutschland. Einwanderungsland“ in Berlin besuchen und dort über die Reform sprechen, die als ein zentrales Vorhaben der Ampel gilt.
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