Gewinner der Internationalen Philosophie-Olympiade stehen fest

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Studenten (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.11.2022
Studierende aus Russland, Deutschland und Spanien haben die Internationale Philosophie-Olympiade gewonnen, die von der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität und der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau organisiert wurde, berichten russische Medien.
Die Namen der sechs Gewinner und der zwölf weiteren Preisträger wurden bei einer Zeremonie in der Kathedrale auf der Kant-Insel in Kaliningrad bekannt gegeben.
„Die Olympiade zeigte die Weltoffenheit der Philosophie, ihre drängenden Probleme und die Offenheit der jungen Philosophen, die aus verschiedenen Ländern und Regionen Russlands kamen, füreinander. Das Interesse an der Olympiade zeigt, dass die Philosophie in unserer Zeit relevant ist und in der Ära des Wandels nur noch an Bedeutung gewinnt“, sagte Alexander Fjodorow, Rektor der Immanuel Kant-Universität, bei der Preisverleihung.
Sechs Gewinner, darunter Alexander Sobka (Staatliche Universität, St. Petersburg), Denis Steljmachow (Südliche Föderale Universität, Russland), Julija Fjodotowa (Lomonossow-Universität Moskau), Wjatscheslaw Pjatakow (Higher School of Economics, Russland), Villalba Soriano Juan (Universidad a Distancia de Madrid, Spanien), Jong Abbas (Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland) und zwölf weitere Preisträger erhielten bei der feierlichen Preisverleihung in der Kathedrale auf der Insel Kant in Kaliningrad Diplome und wertvolle Geschenke.
Laut Alexej Kosyrew, dem Vorsitzenden der Jury und dem stellvertretenden Dekan der Philosophischen Fakultät der Staatlichen Lomonossow-Universität fand die Internationale Philosophie-Olympiade unter Studierenden zum ersten Mal in Russland statt und stand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zum 300-jährigen Geburtstag von Immanuel Kant, dessen Name einer der Meilensteine der Weltphilosophie ist.
Die Bedeutung der Olympiade wurde auch von Alexej Bogomolow, dem Jurymitglied, dem Kandidat der philosophischen Wissenschaften und Dozent der Hochschule für Philosophie, Geschichte und soziale Wissenschaften der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität, betont.
„Die Internationale Studentenolympiade in Philosophie ist eine Gelegenheit für unsere jungen Kollegen sich zu äußern, ihre Ansichten zu wichtigen Fragen zum Ausdruck zu bringen, die traditionell von der Philosophie gestellt werden, und für Experten, die in Wissenschaft und Bildung tätig sind, ist es eine sehr interessante Plattform für einen Dialog mit denkenden jungen Menschen“, sagte er.
Nach Angaben der Organisatoren, nahmen nicht nur Philosophiestudenten, sondern auch künftige Juristen, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler, Lehrer, Mathematiker, Kulturwissenschaftler, Theologen etc. an dem Wettbewerb teil.
Die Olympiade, an der Studenten aus 30 Regionen Russlands und zehn Ländern (Belarus, Indien, Deutschland, Spanien, Kasachstan, Kirgisien, China, Vietnam, Slowakei, Usbekistan) teilnahmen, wurde in einem gemischten Format in zwei Etappen durchgeführt. Die erste Runde fand im Fernformat, in Form von Aufsätzen zu vorgeschlagenen Themen statt, von denen sich die moderne Neurophilosophie und das Problem der künstlichen Intelligenz der größten Beliebtheit erfreuten.
Die zweite Runde fand in Kaliningrad, in einem Präsenzformat statt, an dem 75 Studierende teilnahmen und die in zwei von Finalisten gewählten Nominierungen verlief: Präsentation einer eigenen Arbeit („Analytisches Referat“) zu dem vom Organisationskomitee genehmigten Thema oder Verteidigung eines Vortrags-einer Präsentation zur Popularisierung moderner Errungenschaften in der Philosophie.
„Das Wichtigste ist, dass die Teilnehmer der Olympiade versucht haben, ihre originelle Vision von Lösungen für die genannten Probleme zu präsentieren. Ja, einige haben es sehr gut gemacht, andere etwas schlechter. Aber es sind ihre Selbständigkeit und ihr hohes Maß an kritischem Denken, was am meisten in Erinnerung geblieben ist“, so Alexej Bogomolow.

Die Jury, die sich aus führenden Experten der Moskauer Staatlichen M.W. Lomonossow-Universität, der Baltischen Immanuel-Kant-Universität, der Staatlichen Universität Sankt-Petersburg, der griechischen Aristoteles-Universität Thessaloniki, der Universität Belgrad und der pädagogischen Universität Peking zusammensetzte, wählte sechs Gewinner und zwölf weitere Preisträger aus.
Nach Angaben der Jurymitglieder wurden die Arbeiten der Teilnehmer nach einer Reihe von Kriterien bewertet: Relevanz, Gründlichkeit, Selbständigkeit, Originalität, Logik, kritisches Denken und Schreibstil.
„Das wichtigste Kriterium ist der Geschmack, der Wunsch, eine Grenzverletzung zu vermeiden: Originalität kann in Überheblichkeit, Arroganz, Missachtung von Fakten und Zusammenhängen umschlagen. Deshalb kommt es für mich als Philosophiehistoriker auf die Einbindung des Forschers in eine bestimmte Tradition des Philosophierens an, auf seine Bereitschaft, die Verantwortung für die geäußerten Ideen mitzutragen“, erzählte Alexej Kosyrew.
Laut den Organisatoren erhielten alle Gewinner und Preisträger der Olympiade ihre Preise. Sie können ihre Aufsätze in der Zeitschrift „Kant’s Studies“ (indiziert durch Scopus) veröffentlichen und günstige Bedingungen für die Zulassung zu MA- und PhD-Studiengängen in Philosophie an der Baltischen Immanuel-Kant-Universität und der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau bekommen. Die Gewinner erhielten außerdem Laptops als Preise
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