Zeit der Verhärtung anstatt Öffnung: Steinmeier warnt vor leichtfertigem Umgang mit China

© AP Photo / Boris RoesslerBundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht das Weindorf Mayschoss nach einer Flutkatastrophe in der Region (Archivbild)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht das Weindorf Mayschoss nach einer Flutkatastrophe in der Region (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2022
Bei einer Verleihung des Henry-A.-Kissinger-Preises in New York hat der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor einem leichtfertigen Umgang mit China gewarnt und eine „Zeit der Verhärtung“ in den Beziehungen mit China beklagt, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag.
China hat sich demnach verändert.
„Wir müssen uns schützen – wir müssen verhindern, politisch und wirtschaftlich verwundbar zu sein“, betonte Steinmeier.
Die Verhärtung gebe es „nicht nur innenpolitisch, durch eine autoritäre Politik, die jegliche Abweichung unterdrückt“ und nicht nur „wegen Chinas hegemonialer Ansprüche in der südpazifischen Region“. China folge „einer bedrohlichen außen- und wirtschaftspolitischen Philosophie: China unabhängig machen von der Welt – und die Welt abhängig machen von China.“ Dieses Spiel wolle Deutschland nicht spielen.
Der Henry-A.-Kissinger-Preis wird von der Berliner American Academy verliehen. Er wurde bereits an Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Richard von Weizsäcker, Angela Merkel und Wolfgang Schäuble verliehen. Kissinger selbst, der im Mai 100 Jahre alt wird, wollte an der Veranstaltung auch teilnehmen, hatte aber die Reise auf ärztliches Anraten kurzfristig abgesagt.
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