Ernst zu nehmende Lage: Lieferengpässe bei Medikamenten in Deutschland nehmen zu – Sanacorp

© SNA / Denis Abramow / Zugriff auf das MedienarchivArzneimittel (Symbolbild)
Arzneimittel (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.11.2022
In einem Interview für die Süddeutsche Zeitung hat Joachim Sauer, Leiter des Lieferkettenmanagements bei einem der größten Pharmahandelsunternehmen „Sanacorp“, betont, dass Lieferengpässe bei Medikamenten aktuell zunehmen.
Eigentlich seien Engpässe eine bekannte Herausforderung, die verschiedene Ursachen wie eine sprunghaft gestiegene Nachfrage wegen einer Erkältungswelle oder blockierte Lieferwege hätten.
Wegen Einsparungen in der Gesundheitspolitik hätten sich viele Pharmahersteller vom deutschen Markt zurückgezogen oder ihre Produktion ins Ausland verlagert. Der Markt werde deswegen von wenigen großen Herstellern dominiert, die außerhalb Europas Ausgangsstoffe und Fertigwaren produzierten. Gebe es Probleme damit, würden die sensiblen Versorgungsketten massiv beeinträchtigt. Das betrifft nicht nur solche Präparate wie Paracetamol oder Ibuprofen, sondern auch wichtige Medikamente aus der Krebstherapie. Herstellung, Lagerung und Transport dieser Mittel sowie die Beratung bei der Ausgabe durch Apotheken seien streng geregelt. Die Situation sei noch nicht bedrohlich, aber es bestehe Handlungsbedarf, betont Sauer.
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