Mehrkindfamilien unter Druck: Gezieltere Unterstützung notwendig – Studie

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Familie (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.11.2022
Familien mit drei oder mehr Kindern sind häufiger von Armut betroffen, als Familien mit weniger Kindern, geht aus einer am Donnerstag durch die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie hervor.
32 Prozent aller Mehrkindfamilien haben ein fast dreimal so hohes Armutsrisiko wie Paarfamilien mit zwei Kindern. 18 Prozent beziehen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Am häufigsten sind Mehrkindfamilien in Bremen (63 Prozent) von Armut betroffen, in Bayern ist das Risiko am geringsten (22 Prozent). In jeder sechsten kinderreichen Familie stehen die Eltern vor der Herausforderung, Beruf und Kinderbetreuung miteinander zu vereinbaren. Dabei zeigen die Daten, dass rund 70 Prozent der Mütter von drei und mehr Kindern gut bis sehr gut ausgebildet sind.
Zudem sind die meisten Mehrkindfamilien mit zwei Vorurteilen konfrontiert: entweder gelten sie als privilegiert und vermögend, oder sie werden als „Problemfälle“ dargestellt. Doch sind sie übergangene Leistungsträger der Gesellschaft, die gezieltere Unterstützung bräuchten.
„Die soziale Situation von Mehrkindfamilien muss viel stärker ins Blickfeld rücken – vor allem auch deshalb, um die Kinderarmut in Deutschland entschlossen zu bekämpfen“, so Anette Stein, Direktorin des Programms Bildung und Next Generation.
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