Trotz staatlicher Unterstützung: Europäische Rechnungen brechen Rekord

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Rechner (Symbobild) - SNA, 1920, 08.11.2022
Die europäischen Haushalte zahlen mehr denn je für ihren Strom und ihr Erdgas, obwohl die Regierungen Milliarden ausgeben, um die Verbraucher vor der Energiekrise zu schützen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag.
Nach Angaben des Energieberatungsunternehmens VaasaETT Ltd. lag der durchschnittliche Preis im Oktober in der EU bei fast 18 Cent pro Kilowattstunde und damit doppelt so hoch wie im gleichen Monat des Vorjahres. Die Stromkosten für Privathaushalte stiegen um 67 Prozent auf 36 Cent pro Kilowattstunde.
Die Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Regierungen im vergangenen Jahr über 550 Milliarden Euro zugesagt haben, um Bürger und Unternehmen vor steigenden Energiekosten zu schützen. Ohne diese Unterstützung durch die Länder wären die Rechnungen der Haushalte wahrscheinlich noch höher ausgefallen, so Philip Lewis, Geschäftsführer des in Helsinki ansässigen Beratungsunternehmens.
Auf Monatsbasis stieg der durchschnittliche Einheitspreis für Strom im Oktober um 3,4 Prozent und für Gas um 2,5 Prozent. Die größten monatlichen Zuwächse gab es in Dublin, wo die Strompreise um 44 Prozent stiegen, während der durchschnittliche Gaspreis in Rom um 97 Prozent stieg.
Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter war im Oktober eine Erleichterung sowohl für die Verbraucher als auch für die Regierungen, da weniger Menschen die Heizung einschalteten.
Die Preise würden jedoch steigen, wenn Europa auf den Winter zusteuere, was den politischen Entscheidungsträgern, die versucht hätten, die Kosten künstlich niedrig zu halten, in Zukunft Probleme bereiten könnte.
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