Darum rät Kanzler Scholz auf Lohnabrechnung zu schauen

© Foto : "Kanzler kompakt" / BundesregierungDer deutsche Bundeskanzler, Olaf Scholz, im Podcast "Kanzler kompakt" (Screenshot, 29.10.2022)
Der deutsche Bundeskanzler, Olaf Scholz, im Podcast Kanzler kompakt (Screenshot, 29.10.2022) - SNA, 1920, 29.10.2022
In seiner neuen Folge „Kanzler kompakt“, die am heutigen Samstag veröffentlicht worden ist, hat der deutsche Bundeskanzler, Olaf Scholz, empfohlen, am Ende dieses Monats auf die Lohnabrechnung zu schauen.
Scholz erinnerte die Bürger daran, dass der Mindestlohn zum 41. Oktober auf 12 Euro pro Stunde angehoben worden sei.

„Gucken Sie, ob das durchgeführt worden ist und Sie Ihr Recht auch tatsächlich bekommen. Dass wir den Mindestlohn anheben mussten per Gesetz, ist natürlich nicht gut, denn eigentlich wäre es ja richtig, wenn die Löhne schon sowieso höher gewesen wären“, so Scholz.

Aber trotzdem sei es gut, dass diese untere Grenze jetzt festgelegt worden sei.
„Und es geht mir dabei um eine Sache, die sehr grundsätzlich ist für das Miteinander unserer Gesellschaft und den Zusammenhalt: Ich will, dass Respekt herrscht gegenüber jeder Arbeit und jeder Leistung, die in unserer Gesellschaft erbracht wird und dass einige von uns so wenig verdient haben, obwohl sie sich so sehr angestrengt haben – jeden Tag, jede Woche – das ist nicht in Ordnung gewesen. Gut, dass wir das jetzt ändern“, so Scholz weiter.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 22.10.2022
Bis 30 Prozent weder mit Sanktionspolitik noch Waffenlieferungen einverstanden – Scholz
Zuvor war berichtet worden, dass in der Nacht zum Samstag die IG Metall in Deutschland mit den ersten Warnstreiks begonnen hat. Beschäftigte legten in ausgewählten Betrieben der deutschen Metall- und Elektroindustrie die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten.

Mindestlohnerhöhung lässt Preise steigen – Ifo

Die erneute Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf 12 Euro werde viele Unternehmen dazu bringen, ihre Preise zu erhöhen. Dies ging aus dem Ergebnis der Ifo-Konjunkturumfrage hervor, die am 9. September publik gemacht wurde. Fast ein Drittel der 6900 befragten Firmen beschäftigen demnach einen Teil ihrer Mitarbeiter für weniger als 12 Euro pro Stunde. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) dieser Firmen „planen als Reaktion, ihre Preise hochzusetzen.“
Warnsteikauftakt Nachtaktion thyssenkrupp Hagen (29.10.2022) - SNA, 1920, 29.10.2022
Erste Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie gestartet

Inflationsrate in Deutschland

Inzwischen steigen die Preise in Deutschland weiter. Die Inflationsrate in Deutschland wird im Oktober 2022 voraussichtlich +10,4 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Im Oktober 2022 waren die Energiepreise voraussichtlich 43,0 Prozent höher als im Oktober 2021. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat mit +20,3 Prozent überdurchschnittlich. Experten hatten für diesen Oktober eigentlich mit einer Teuerungsrate von 10,0 Prozent gerechnet. Doch eine erste Schätzung des Statistischen Bundesamts zeigte, dass die Inflation noch höher ist. Sie erreicht damit sogar einen neuen Rekordwert.
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