Zugleich vier Denkmäler für sowjetische Soldaten werden in Polen abgerissen

CC0 / crsntdesign/pixabay / Polnische Flagge (Symbolbild)
Polnische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.10.2022
Die Regierung in Warschau hat beschlossen, gleichzeitig vier Denkmäler für sowjetische Soldaten in vier verschiedenen Regionen des Landes abzubauen, geht aus einer Mitteilung des Instituts für nationales Gedenken (IPN) hervor.
„Am 27. Oktober werden erstmals in der Geschichte des Landes zugleich in vier Ortschaften vier Denkmäler, die der Roten Armee gewidmet sind, abgebaut: Leobschütz, Pitschen (Woiwodschaft Opole), Bublitz (Woiwodschaft Westpommern) und unweit von Staszów (Woiwodschaft Heiligkreuz)“, heißt es in der Mitteilung.
Der IPN-Präsident, Karol Nawrocki, hatte im März 2022 die örtlichen Behörden erneut dazu aufgerufen, alle Benennungen und Symbole, die „Kommunismus versinnbildlichen“, aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. In letzter Zeit wurden in Polen Hunderte Denkmäler für die gefallenen Soldaten der Roten Armee demontiert.
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Im Sommer 2017 hatte Präsident Andrzej Duda die Novellierung zum Gesetz über das Propagandaverbot für Totalitarismus in den Bezeichnungen öffentlicher Einrichtungen unterzeichnet. Das Gesetz sieht unter anderem den Abriss sowjetischer Denkmäler vor.
Nach Angaben des Instituts für nationales Gedenken handelt es sich hierbei um etwa 230 Monumente für die Rote Armee. Dabei gilt die Dekommunisierung laut dem Gesetz nicht für Grabstätten.
Moskau hatte mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass einige europäische Länder versuchten, die Geschichte umzuschreiben.
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