Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt immer deutlicher

© AP Photo / Thomas KienzleElitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv)
Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv) - SNA, 1920, 26.10.2022
Seit Beginn des Ukraine-Konflikts wollen vermehrt Soldaten aus dem Dienst entlassen werden. Die Zahl der Verweigerungen hat sich laut einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage des Verteidigungsausschusses von 209 im Vorjahr auf 810 in den ersten acht Monaten dieses Jahres erhöht.
Die Zahl der Verweigerungen aus den Reihen der aktiven Soldaten sei dabei von 176 auf 136 zurückgegangen. Die Zahl bei Reservisten und insbesondere bei Ungedienten habe umgekehrt sehr deutlich zugenommen. Bei den Reservisten verzeichnete man einen Anstieg von zehn auf 190. Bei den Ungedienten waren nach 23 Anträgen im Vorjahr bis Ende August dieses Jahres bereits 484 Anträge eingegangen.
Ausführungen zu den Gründen der Entwicklung machte das Ministerium in der Mitteilung nicht.
Alle anerkannten Kriegsdienstverweigerer könnten sich sowohl bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht als auch im Spannungs- und Verteidigungsfall auf ihren Status als Verweigerer berufen.
Die Linken-Sicherheitspolitikerin Sevim Dagdelen hat vor diesem Hintergrund die Strategie der Bundesregierung im Ukraine-Konflikt kritisiert. In den Zahlen „schlägt sich auch die Sorge vor den Folgen des militärischen Eskalationskurses der Bundesregierung in der Ukraine nieder“, so Dagdelen
Deutscher Panzer Leopard 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 17.09.2022
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