Energieverband hält Strompreisbremse zum Januar für nicht umsetzbar

CC0 / niebieskibanan / Pixabay / Strom (Symbolbild)
Strom (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.10.2022
Eine Entlastung der Verbraucher bei den Stromrechnungen im Januar des kommenden Jahres ist laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft unrealistisch. Das vorgeschlagene Verfahren ist demnach extrem komplex.
„Das zuletzt von der Bundesregierung vorgeschlagene Modell ist in der Umsetzung extrem komplex und für die betroffenen Unternehmen in der Abwicklung weder technisch noch organisatorisch umsetzbar“, sagte die Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae am Dienstag in Berlin.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zielt auf eine Strompreisbremse ab Januar. Auf Schwierigkeiten bei der geplanten Finanzierung wies er aber selbst hin. Die Regierung will das nötige Geld über die Abschöpfung von sogenannten Zufallsgewinnen bei Stromproduzenten einholen. Aber es sei bislang noch nicht festgelegt, durch welche Stelle und über welches Verfahren „Zufallsgewinne“ abgeschöpft werden sollten, erklärte Andreae.
„Das Vertrauen der Marktteilnehmer in staatliche Zusagen und die Stabilität des Marktrahmens sind zentral für weitere Investitionen in den Ausbau", sagte sie ferner.
Die Bundesregierung sollte daher dringend ein praktikableres und zukunftsgerichtetes Modell der Abschöpfung erarbeiten. Die Umsetzung der zugehörigen EU-Vorgaben sollte möglichst einfach gestaltet und zwingend über eine staatliche Organisation abgewickelt werden.
Glühbirne (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.09.2022
Energiepreisdeckel würde Staat mindestens 3,8 Milliarden kosten – BMWK
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