Bundesinnenministerin Faeser: „Wir sind in Europa in Verantwortung, illegale Einreisen zu stoppen“

© Foto : Henning Schacht / BundesinnenministeriumTeilnehmer der Westbalkankonferenz in Berlin (20.10.2022)
Teilnehmer der Westbalkankonferenz in Berlin (20.10.2022) - SNA, 1920, 21.10.2022
Vertreter aus insgesamt sechszehn Staaten waren der Einladung der deutschen Bundesinnenministerin, Nancy Faeser, nach Berlin gefolgt, um bei der Westbalkan-Konferenz zur Begrenzung der illegalen Migration über die so genannte Balkan-Route zu beraten.
„Wir sind in Europa gemeinsam in der Verantwortung, illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen“, so Faeser inder Konferenz.
Die Teilnehmer der Konferenz haben sich in Berlin am Donnerstag versammelt, um „entschieden gegen illegale Migration vorzugehen“.
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Dabei sind laut der deutschen Bundesinnenministerin aber keine schnellen Lösungen zu erwarten. Nötig sei eine Angleichung der Visapolitik an die EU-Regeln und eine effektive Sicherung der EU-Außengrenzen.
„Kein Mensch sollte sich auf gefährlichen Fluchtrouten in Lebensgefahr bringen, um dann in Europa keine Bleibeperspektive zu haben“, so Faeser weiter.
Außer einer Angleichung der Visapolitik der Westbalkan-Staaten an den europäischen Visa-Standard und einem effektiven Grenzschutz mit unterstützendem Einsatz von Frontex haben sich die Teilnehmer der Konferenz auch auf „die gezielte Bekämpfung der menschenverachtenden Schleuserkriminalität“ und „verlässliche Verfahren zur Rückführung von Menschen ohne Bleiberecht in ihre Herkunftsländer“ geeinigt. Darüber hinaus ist laut Faeser vereinbart worden, sich im sogenannten Berliner Prozess nun halbjährlich statt jährlich zu treffen.
Illegale Migration
Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex sind seit Jahresbeginn über die sogenannte Balkanroute mehr als 106.000 Menschen irregulär in die EU gelangt. Das sind 170 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist der höchste Stand seit 2016.
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