Deutschland braucht eine Energiepreisbremse – SoVD

CC0 / Pixabay / Heizkosten (Symbolbild)
Heizkosten (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.10.2022
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die bisherigen Pläne für eine Gaspreisbremse kritisiert und finanzielle Hilfen für Haushalte für alle Heizformen gefordert.
„Die Übernahme der Abschlagszahlung ist ein gutes und niedrigschwelliges Instrument, das den Menschen hilft. Aber das reicht als Kompensation bis März 2023 nicht aus. Denn die Regelung ab März 2023 deckelt nur eine Verdoppelung des Preises seit 2021“, so die SoVD-Vorstandsvorsitzende, Michaela Engelmeier. Daher müsse ein niedrigerer Preis angesetzt werden.
Deutschland braucht laut dem SoVD eine Energiepreisbremse, etwa einen Preisdeckel für alle Heizformen, also auch für Öl:
„Denn hier haben sich die Preise ebenfalls verdreifacht und wir dürfen fast ein Viertel der Deutschen nicht im Kalten sitzen lassen. Wir brauchen nicht nur einen reinen Gaspreis-, sondern einen echten Energiepreisdeckel“, erklärte Engelmeier.
Zuvor hatte die Entlastungen der Bundesregierung auch die SoVD-Vizepräsidentin, Ursula Engelen-Kefer, kritisiert. Zwar sei das dritte Entlastungspaket in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Die angekündigten Entlastungen hälfen den Menschen aber nicht, wenn gleichzeitig für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung die Beiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung massiv anstiegen.
Glühbirne (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.09.2022
Energiepreisdeckel würde Staat mindestens 3,8 Milliarden kosten – BMWK
Zuletzt sollte der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2023 nach den Berechnungen des sogenannten Schätzerkreises um 0,2 Prozentpunkte steigen, so Engelen-Kefer.
Wie es aussehe, würden es nun aber doch 0,3 Prozentpunkte werden. Wenn die Beitragserhöhung tatsächlich so kommen würde, würden die Beiträge für 57,3 Millionen Menschen im Land steigen.
Zuvor war berichtet worden, dass die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr auf einen neuen Rekordwert steigen. Der Pflichtanteil wird um 0,3 Punkte angehoben, was durchschnittlich 16,2 Prozent des Bruttolohnes sein wird, teilte das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am späten Dienstagabend unter Verweis auf Änderungsanträge der Koalitionsfraktionen zum Spargesetz von Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach, mit.
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