Bundesnetzagentur: „Gasverbrauch steigt zu stark“

© SNA / Konstantin MichaltschewskiGas im Haushalt
Gas im Haushalt  - SNA, 1920, 06.10.2022
In der vorigen Woche ist der Gasverbrauch in der Bundesrepublik laut der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu stark angestiegen, obwohl die Lage mit der Gasversorgung in Deutschland ohnehin schon angespannt ist. Eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden.
Laut den Zahlen der Aufsichtsbehörde BNetzA lag der Gasverbrauch der privaten Haushalte und kleineren Gewerbekunden in der 39. Kalenderwoche bei 618 Gigawattstunden. Das ist um rund sieben Prozent mehr als im selben Zeitraum desVorjahres (578 Gigawattstunden) und um fast zehn Prozent über dem durchschnittlichen Verbrauchsniveau in derselben Kalenderwoche in den Jahren 2018 bis 2021 (564 Gigawattstunden).
© Foto : Bundesnetzagentur / ScreenshotGasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 Jahr 2022 (Screenshot)
Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 Jahr 2022 (Screenshot) - SNA
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Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 Jahr 2022 (Screenshot)
© Foto : Bundesnetzagentur / ScreenshotGasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW 39 Jahr 2021 (Screenshot)
Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW 39 Jahr 2021 (Screenshot) - SNA
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Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW 39 Jahr 2021 (Screenshot)
© Foto : Bundesnetzagentur / ScreenshotDurchschnittlicher Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 2018-2021 (Screenshot)
Durchschnittlicher Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 2018-2021 (Screenshot) - SNA
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Durchschnittlicher Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 2018-2021 (Screenshot)
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Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 Jahr 2022 (Screenshot)
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Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW 39 Jahr 2021 (Screenshot)
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Durchschnittlicher Gasverbrauch der Haushalts- und Gewerbekunden in GWh/Tag, wöchentlicher Mittelwert, KW39 2018-2021 (Screenshot)
Im Lagebericht, den die BNetzA am heutigen Donnerstag veröffentlicht hat, steht geschrieben, dass die aktuelle Lage mit der Gasversorgung angespannt sei. Dabei könne eine weitere Verschlechterung der Situation nicht ausgeschlossen werden.
„Die Lage kann sehr ernst werden, wenn wir unseren Gasverbrauch nicht deutlich reduzieren“, warnte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Deutschland werde eine Gasnotlage im Winter ohne mindestens 20 Prozent Einsparungen im privaten, gewerblichen und industriellen Bereich kaum vermeiden können.
Die privaten Haushalte und kleineren Gewerbekunden sind in Deutschland für rund 40 Prozent des Gasverbrauchs verantwortlich. Die übrigen 60 Prozent entfallen auf die großen Industriekunden. Der Verbrauch der Industriekunden lag laut BNetzA in der vergangenen Woche mit 1370 Gigawattstunden nur noch gut zwei Prozent unter dem Niveau der Vorjahre. Ihr Verbrauch sinke allerdings nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit.
Der deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, in Berlin (04.10.2022) - SNA, 1920, 05.10.2022
Habeck kritisiert „Mondpreise“ für Gas aus befreundeten Lieferstaaten
Laut der Behörde ist die Gasversorgung in Deutschland im Moment stabil. Unternehmen und private Verbraucher müssten sich aber weiterhin auf sehr hohe Gaspreise einstellen. Die Bundesnetzagentur betone ausdrücklich die Bedeutung eines sparsamen Gasverbrauchs.
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