Nach Mindestlohnerhöhung: SPD-Chefin Esken plädiert nun für höhere Tariflöhne

© AP Photo / Jens MeyerSPD-Parteichefin Saskia Esken (Archivbild)
SPD-Parteichefin Saskia Esken (Archivbild) - SNA, 1920, 01.10.2022
Anlässlich der Mindestlohnerhöhung fordert die SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken deutliche Erhöhungen der Tariflöhne im Kampf gegen die Inflation und die Energiepreiskrise.
„Der Mindestlohn ist immer auch ein Impuls für höhere Tariflöhne – das ist derzeit besonders wichtig“, sagte Esken. Die Gewerkschaften, die jetzt in Tarifauseinandersetzungen gehen, sollten „deutlich machen, dass Abschlüsse die Teuerungsrate abbilden müssen“. Eine weitere deutliche Anhebung erwarte sie „auch beim Mindestlohn, wenn die zuständige Kommission ihn für nächstes Jahr festlegt“.
Arbeitgeber sehen Eskens Vorstoß jedoch kritisch. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) unterstellt der SPD-Chefin „nicht nur ökonomische Unkenntnis, sondern auch mangelnden Respekt“ vor der Arbeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern.
Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte zuvor versichert, dass ein weiter politischer Eingriff in die Mindestlohnentwicklung nicht vorgesehen sei.
Ab diesem Samstag steigt der gesetzliche Mindestlohn von 10,45 Euro brutto pro Arbeitsstunde auf zwölf Euro an. Profitieren sollen davon über sechs Millionen Beschäftigte. Die Grenze bei den Minijobs soll von derzeit 450 Euro auf 520 Euro angehoben werden.
Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.09.2022
Erhöhung des Mindestlohns lässt Preise steigen – Ifo
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