Russland ruft zu Entpolitisierung des Tourismus auf G20-Ebene auf

© SNA / POOL / Zugriff auf das MedienarchivChefin des russischen Föderalamtes für Tourismus, Sarina Dogusowa
Chefin des russischen Föderalamtes für Tourismus, Sarina Dogusowa - SNA, 1920, 28.09.2022
Die Chefin des russischen Tourismusamtes, Sarina Dogusowa, hat am Dienstag dem Treffen der G20-Tourismusminister in Indonesien beigewohnt und zum Auftakt der Veranstaltung eine Rede gehalten, wobei sie für die Weiterentwicklung des Tourismus als Baustein wirtschaftlicher und humanitärer Verbindungen zwischen den G20-Staaten plädierte.
Sie unterstrich, wie wichtig für Russland internationaler Tourismus und das Prinzip der Offenheit ist, und lud alle G20-Länder zu einem offenen Dialog über drei Stichpunkte ein: Visa und Bereitschaft zur Aufnahme von Touristen, Verkehrsfragen (insbesondere Luftverkehr) und finanzielle Leistungen für Touristen.
„Allerdings nutzen mehrere Staaten Tourismus als Druckmittel, indem sie aus politischen Gründen Touristen die Einreise erschweren. Deshalb schlage ich vor, in die gemeinsame Erklärung der Chefs der G20-Staaten eine Bestimmung aufzunehmen, die die Verhängung von Sanktionen gegen Touristen und all diejenigen, die aus humanitären Gründen einreisen, für unzulässig erklärt”, sagte Dogusowa.
Sie bedauerte zudem die Politisierung der Bezahlung von tourismusbezogene Dienstleistungen. Die EU zum Beispiel akzeptiere weiterhin russische Touristen, aber nicht ihre MIR-Geldkarten – und das zu Zeiten, in denen Visa und Mastercard den russischen Markt verlassen haben.
Der Tourist ist also gekommen, kann aber die Dienstleistungen nicht bezahlen. Wo ist der Sinn, Kollegen? Auch hier sehen wir den Druck einiger Länder”, so Dogusowa.
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Trotzdem arbeite Russland weiter an der Verbreitung und Weiterentwicklung seines MIR-Zahlungssystems und sei für jegliche Zusammenarbeit in diesem Zusammenhang offen. Außerdem erwäge Russland ab 2023 die Einführung eines Mechanismus für E-Visen für 52 Staaten, darunter alle europäischen Länder.
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