Wirtschaftsminister Habeck zu Energiekrise: „Teils brennt schon die Hütte“

© AP Photo / Michael SohnDer deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck
Der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck - SNA, 1920, 27.09.2022
Der deutsche Bundeswirtschaftsminister, Robert Habeck, warnt vor langfristigen Schäden für die Wirtschaft des Landes. Er hat sich für umfangreiche finanzielle Hilfen der Bundesregierung ausgesprochen.
Laut Habeck könnten die hohen Energiepreise Dauerschäden verursachen: „Teils ist es erst ein Schwelbrand, teils brennt schon die Hütte. In jedem Fall ist die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft in Gefahr, es drohen Dauerschäden“, zitieren deutsche Medien den Minister am Dienstag.
„Wir müssen jetzt alle Finanzkraft aufbringen, um die gute Substanz unserer Wirtschaft über die Krise zu bringen, Arbeitsplätze zu sichern und die Investitions- und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft zu schützen“, so Habeck. Dafür setze er sich als Wirtschaftsminister mit ganzer Kraft ein.
Das Bundeswirtschaftsministerium arbeite mit Hochdruck daran, die Hilfsprogramme aufzusetzen und bespreche die wichtige Finanzierungsfrage in der Regierung:
„Wir dürfen hier keine Zeit verlieren“.
Am Mittwoch kommt Kanzler Olaf Scholz mit den Regierungschefs der Länder zusammen. Habeck hatte bereits angekündigt, wegen der stark gestiegenen Energiepreise staatliche Hilfsprogramme für Unternehmen erweitern zu wollen. Offen ist aber die Frage der Finanzierung.
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Zuvor war berichtet worden, dass eine Sonderkonferenz der Länderchefs mit dem Bundeskanzler am 28. September geplant sei. Bei dem Treffen sollen die Streitpunkte an der Umsetzung und Finanzierung des am 4. September präsentierten und insgesamt 65 Milliarden Euro teuren Entlastungspakets diskutiert und ausgeräumt werden.
Am Montag war bekannt geworden, dass Scholz positiv auf Corona getestet wurde. Dies teilte der Regierungssprecher, Steffen Hebestreit mit. Scholz habe milde Erkältungssymptome und sich sofort in der Kanzlerwohnung im Bundeskanzleramt in Isolation begeben. „Die öffentlichen Termine dieser Woche werden abgesagt, interne Termine sowie die angesetzte Zusammenkunft mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder will der Bundeskanzler virtuell wahrnehmen“, so Hebestreit.
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