Energiepreisdeckel würde Staat mindestens 3,8 Milliarden kosten – BMWK

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Glühbirne (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.09.2022
Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat in einer Antwort auf eine Linken-Anfrage berechnet, wie hoch die Staatskosten für einen Energiedeckel sein könnten, teilte am Sonntag das Redaktionsnetzwerk Deutschland mit.
Demnach liegt der Stromverbrauch aller privaten Haushalte in Deutschland bei insgesamt rund 130 Terawattstunden, der Gasverbrauch bei rund 250 Terawattstunden. Um den Endverbraucherpreis für Strom um einen Cent pro Kilowattstunde zu senken, müsse der Staat 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Um den Gaspreis um einen Cent zu senken, seien sogar 2,5 Milliarden Euro erforderlich.
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Für eine Strompreisbremse hat sich auch die deutsche Bundesverbraucherschutzministerin, Steffi Lemke, gesprochen: „Die Bundesregierung hat beschlossen, eine Strompreisbremse auf den Weg zu bringen“, wird Lemke am Sonntag von den deutschen Medien zitiert. „Sie wird schon einmal die Zahl der Fälle verringern, in denen Menschen sich ihre Stromrechnung nicht mehr leisten können“, so Lemke.
„Zusätzlich werden wir eine Regelung gesetzlich verankern, die Strom- und Gassperren verhindert.“ Beides zusammen sei ein wirksamer Schutz.
„Eine europäische Strom- und Gaspreisbremse wäre ein wirklich wichtiger Schritt, um die Geldbeutel der Verbraucher in der EU angesichts der derzeitigen Energiepreise spürbar zu entlasten“, schrieb Lemke zuvor Mitte September via Twitter mit.
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