„Marsch für das Leben“: Tausende protestieren gegen Abtreibung und Suizidbeihilfe in Berlin

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Schwangerschaft (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.09.2022
Tausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der Protestdemo „Marsch für das Leben“ teilgenommen und gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe protestiert. Dies berichtet die Katholische Presseagentur Österreich.
Die Veranstaltung, die zum 18. Mal stattfand und laut KathPress diesmal rund 4000 Teilnehmer zählte, wurde vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert, zu dem 16 meist christlich geprägte Organisationen gehören. Der Evangelische Pressedienst meldete 1000 Teilnehmer, die taz gab 3150 Demonstrierende an.
Bei der Auftaktkundgebung vor dem Brandenburger Tor begrüßte die BVL-Vorsitzende Alexandra Maria Linder unter den Teilnehmenden den Berliner Erzbischof Heiner Koch, den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, Weihbischof Thomas Maria Renz (Rottenburg-Stuttgart) sowie den Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Emmanuel von Christoupolis.
Linder kritisierte Bestrebungen etwa bei den Vereinten Nationen, ein Grundrecht auf Abtreibung zu verankern, und verteidigte zugleich die neuen Vorschriften zu Schwangerschaftsabbrüchen in Ungarn.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe zeigte sich darüber besorgt, dass die geplante Neuregelung der Suizidbeihilfe einen Druck zur Selbsttötung auf viele Menschen verursachen könnte, um etwa Angehörige zu entlasten. Auch sprach er sich gegen eine vorgeburtliche Selektion von Ungeborenen infolge der Tests auf Genschäden aus und warnte davor, durch eine Zulassung von Leihmutterschaften „Frauen zu Gebärmaschinen zu machen“.
Außerdem fanden am Samstag auch Gegendemos statt, deren Teilnehmer eine unbeschränkte Freigabe von Schwangerschaftsabbrüchen forderten und den Marsch zu stören versuchten.
Zuvor hatten mehrere Bischöfe, darunter der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, in schriftlichen Grußworten den Teilnehmern für ihr Engagement für den Lebensschutz gedankt.
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