Deutsche Kommunen fordern Energiepreisbremse: „Brauchen jetzt die Bazooka“

CC0 / AlexanderStein / Pixabay / Strom (Symbolbild)
Strom (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.09.2022
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) verlangt eine milliardenschwere Gas- und Strompreisbremse von der Bundesregierung, teilte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) am Samstag mit.
Der Kommunalverband fordert demnach eine Energiepreisbremse vom Bund, um Rezession und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern.

„Russland führt einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland und will unsere Gesellschaften destabilisieren. Das dürfen wir nicht zulassen“, zitiert die NOZ Gerd Landsberg, den DStGB-Hauptgeschäftsführer. „Deswegen brauchen wir jetzt die Bazooka in Form einer Gas- und Strompreisbremse.“

Das koste „viele Milliarden Euro“, das Geld wäre aber gut angelegt.
Ein Ende der Strom- und Gaspreisexplosion sei nicht abzusehen, und das werde zu einer schweren Belastung für Menschen, Kommunen und Wirtschaft.
„Wir können und wollen einsparen, aber es gibt viele Bereiche, wo das Einsparpotenzial gering ist, das gilt zum Beispiel für Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen und Kindergärten“, so Landsberg weiter.
Als der Euro in Gefahr gewesen sei, habe die Regierung völlig zu Recht ein großes Hilfsprogramm und ein Hundert-Milliarden-Programm für die Bundeswehr aufgelegt. Dasselbe gelte jetzt für die Energie.
Friedrich Merz (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.09.2022
Merz: „Uns droht Anfang nächsten Jahres ein Blackout“
Zuvor war berichtet worden, dass die Stadtwerke in Deutschland vor steigenden Strompreisen warnten. Nach Ansicht eines Sprechers des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) könnten die Preise um bis zu 60 Prozent steigen. Auch beim Gas drohe eine Preisspirale im Winter.
Am 4. September präsentierte die Ampel-Koalition das dritte Entlastungspaket. Es soll laut dem Bundeskanzler, Olaf Scholz, größer als die vorigen beiden sein und insgesamt 65 Milliarden Euro betragen. Er versicherte, dass Deutschland durch diesen Winter kommen werde. „Wir nehmen alle diese Sorgen sehr, sehr ernst“, so Scholz weiter. „Es gilt mein Versprechen: ´You´ll never walk alone´“.
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