Beschuss an der Grenze zu Aserbaidschan: Armenien meldet 49 Tote

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Nikol Paschinjan (Archivfoto) - SNA, 1920, 13.09.2022
In der Nacht auf Montag ist es zu einer Eskalation des alten Konflikts zwischen Eriwan und Baku gekommen. Die Seiten schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu.
Wie Eriwan am Montagabend mitteilte, beschoss das aserbaidschanische Militär die Grenzgebiete des Landes mit Artillerie und Drohnen und unternahm in einigen Gebieten auch „Maßnahmen, um Positionen vorzurücken“. Dadurch sind auf armenischer Seite 49 Menschen ums Leben gekommen, erklärte der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan im Parlament am Dienstag.

Unter Beschuss wurden die Gebiete Gegharkunik, Vayots Dzor und Syunik genommen, die mit dem umstrittenen Gebiet Berg-Karabach, das von Armeniern bewohnt wird, aber zu Aserbaidschan gehört, nichts zu tun haben. In diesem Zusammenhang hat sich Armenien an Russland, die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) und den UN-Sicherheitsrat gewandt, wie das öffentliche Fernsehen berichtete.

„Ab jetzt hat die Intensität der Kämpfe abgenommen. Aber die Angriffe gehen in ein oder zwei Richtungen weiter“, so der armenische Regierungschef vor dem Parlament.

Die Regierung in Baku konterte, dass Armenien aserbaidschanische Stellungen an der Grenze beschossen habe, was zu den Kämpfen geführt habe. Auch das aserbaidschanische Verteidigungsministerium meldete Verluste in den eigenen Reihen.
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