- SNA, 1920, 19.08.2022
Russische Spezialoperation in der Ukraine
Die wichtigsten Nachrichten über die Lage in der Ukraine und Russlands Spezialeinsatz zu deren Entmilitarisierung und Entnazifizierung.

Russischer Botschafter: Deutschland überschreitet rote Linie

© SNA / Igor SaremboDer russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew (Archiv)
Der russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew (Archiv) - SNA, 1920, 12.09.2022
Mit der Lieferung seiner tödlichen Waffen an die Ukraine hat Deutschland die rote Linie überschritten. Dies erklärte Sergei Netschajew, der russische Botschafter in Berlin, im Gespräch mit der Zeitung „Izvestia“.
Die in Deutschland hergestellten tödlichen Waffen, mit denen das ukrainische Regime versorgt werde, würden laut Netschajew nicht nur gegen russische Militärs, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung im Donbass eingesetzt. Gerade diese Tatsache sei die rote Linie, die die deutschen Behörden nicht hätten überschreiten dürfen – insbesondere unter der Berücksichtigung „der moralischen und historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber unserem Volk für die Verbrechen des Nationalsozialismus während des Großen Vaterländischen Krieges“.
Das Aufpumpen der Ukraine mit Waffen, „wie es die angelsächsischen NATO-Verbündeten von Deutschland fordern“, sei ein Weg ins Nirgendwo, der den Konflikt nur verlängere und die Zahl der Opfer erhöhe.
Der Nachkriegsversöhnungsprozess zwischen den Völkern Russlands und Deutschlands sei nun faktisch „erodiert“. Netschajew bezweifelt, dass sich die „aggressive Rhetorik“ der Bundesregierung gegenüber Russland in naher Zukunft ändern werde.
Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Rede in Prag, August 2022 - SNA, 1920, 06.09.2022
Ukraine-Konflikt: Scholz verteidigt deutsche Waffen-Strategie
Zuvor war berichtet worden, dass die deutsche Bundesaußenministerin, Annalena Baerbock, bei ihrer Ankunft in Kiew am 10. September weitere Waffenlieferungen sowie humanitäre und finanzielle Unterstützung versprochen habe. „Ich bin heute nach Kiew gereist, um zu zeigen, dass sie sich weiter auf uns verlassen können. Dass wir der Ukraine weiter beistehen, so lange es nötig ist – mit der Lieferung von Waffen, mit humanitärer und finanzieller Unterstützung“, sagte Baerbock in Kiew.
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