Bayern verheimlichte offenbar Verteuerung von Münchener S-Bahn-Projekt

© AP Photo / Michael KappelerBayerns Ministerpräsident Markus Söder (Archivbild)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Archivbild) - SNA, 1920, 11.09.2022
Die Bayerische Staatsregierung soll offenbar die Informationen über die Verteuerung der sogenannten zweiten Stammstrecke der Münchner S-Bahn jahrelang verschwiegen haben. Dasselbe soll auch für die Frist der Fertigstellung des ambitionierten Verkehrsprojekts gelten, die neun Jahre mehr in Anspruch nehmen soll, als ursprünglich geplant.
Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ hatte eine von Bayerns Verkehrsministerium eingeschaltete Expertengruppe bereits am 11. November 2021 einen Bericht vorgelegt, wonach die zweite Stammstrecke erst 2037 statt wie geplant 2028 fertig werden könnte und 7,2 Milliarden Euro kosten sollte – fast doppelt so teuer wie geplant.
Die Zeitung beruft sich dabei auf Antworten der Regierung auf Landtagsanfragen von FDP und Grünen sowie weitere Unterlagen.
Söders Verkehrsminister Christian Bernreiter veröffentlichte die Zahlen erst Mitte dieses Jahres.
CSU-Chef Markus Söder - SNA, 1920, 11.09.2022
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Nach Angaben der „tz“ hätten „die Alarmglocken der Staatsregierung“ bereits Ende April 2020 ertönen müssen, als die Baubegleitung eine mögliche Kostenerhöhung von 3,8 Milliarden auf 5,2 Milliarden Euro bekannt gegeben habe. Die „tz“ bezieht sich auf Unterlagen, die der Chef des Verkehrsausschusses des bayerischen Landtags, Sebastian Körber (FDP) erhalten hat.
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