Präventiver Atomschlag: Pjöngjang verabschiedet neues Atomwaffen-Gesetz

© SNA / Witali Anjkow / Zugriff auf das MedienarchivNordkoreas Staatschef Kim Jong-un (Archivbild)
Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un (Archivbild) - SNA, 1920, 09.09.2022
Die Oberste Volksversammlung Nordkoreas hat ein Gesetz verabschiedet, das dem Militär des Landes erlaubt, „automatisch“ Atomschläge gegen feindliche Streitkräfte auszuführen, teilte die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA) am Freitag mit.
Das nordkoreanische Parlament hat demnach das Atomwaffen-Gesetz am Donnerstag abgesegnet. Der Staatschef Kim Jong Un erklärte, dass hiermit eine unwiderrufliche Linie gezogen werde, damit es „keinerlei Verhandlungen über unsere Atomwaffen gibt“. Damit sei der in der Verfassung verankerte Status Nordkoreas als Atommacht „unumkehrbar“ und „unumstößlich“.
Am 28. Januar 2022 veröffentliche die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Fotos, die einen Raketentest von Ende Januar zeigen sollen.  - SNA, 1920, 06.02.2022
Geheimer UN-Bericht: Nordkorea soll 2021 Nuklearprogramm vorangetrieben haben
Das neue Gesetz legt fest, dass Atomwaffen im Falle einer Invasion oder zur Verteidigung bei einem Angriff eingesetzt werden können. Ein solcher Nuklearschlag könnte „automatisch“ gegen feindliche Streitkräfte gestartet werden, hieß es. Darüber hinaus soll das Dokument jegliche Weitergabe von Atomwaffen oder Atomwaffentechnologien an andere Länder verbieten.
Pjöngjang ist wegen seines Atomwaffenprogramms mit harten internationalen Sanktionen belegt.
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