Habeck reagiert verwundert auf Brief von AKW-Betreiber

© AP Photo / Michael SohnDer deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck
Der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck - SNA, 1920, 07.09.2022
Der Betreiber des Kraftwerks Isar 2, Preussenelektra, hat sich in einem Brief gegen Pläne des Bundeswirtschaftsministers zur Laufzeit der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland gewandt. Der Minister Robert Habeck hat sich verwundert über dessen Einwände gezeigt.
In dem Schreiben hieß es, dass es technisch nicht möglich sei, die Anlagen in die Kaltreserve zu schicken, um sie bei Bedarf hochzufahren.
„Ich hab den Brief von Preussenelektra mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen“, kommentierte Habeck den Brief am Mittwoch. Demzufolge hat der Konzern das Konzept der Notfallreserve nicht verstanden. Denn ein Hoch- und Herunterfahren der Anlagen sei nicht geplant. Es handele vielmehr darum, „ob man die Kraftwerke braucht oder nicht“. Das könne im Dezember, Januar oder Februar entschieden werden. „Das ist offensichtlich an den Technikern von Preussenelektra vorbeigegangen“, so der Grünen-Politiker.
Außerdem widerspreche diese Meinung einem früheren Brief des Energiekonzerns. Darin wurde mitgeteilt, dass es auch im Fall eines längeren Streckbetriebs einen kurzfristigen Stillstand brauche. In neuen Gesprächen soll allerdings all dies geklärt werden, sagte Habeck abschließend.
Derzeit sieht das Atomausstiegsgesetz die Ausschaltung der drei Atomkraftwerke am 31. Dezember dieses Jahres vor. Zusammen sollen sie in diesem Jahr rund 6,4 Prozent des Stroms in Deutschland erzeugt haben.
Das Kernkraftwerk Isar - SNA, 1920, 07.09.2022
„Riskant und nicht umsetzbar“: AKW-Betreiber zu Reservebetrieb von Isar 2
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