Ukraine-Konflikt: Scholz verteidigt deutsche Waffen-Strategie

© AP Photo / Petr David JosekBundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Rede in Prag, August 2022
Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Rede in Prag, August 2022 - SNA, 1920, 06.09.2022
Mehrere Länder beliefern Kiew mit schweren Waffen. Bundeskanzler Olaf Scholz ist in dieser Frage jedoch weiter zurückhaltend. In einem Interview erklärt er, was dahintersteckt.
Scholz sieht die deutsche Rolle bei der Unterstützung der Ukraine vor allem in der Lieferung von Luftverteidigungssystemen und Artillerie. Eine „gewisse Arbeitsteilung“ sei bei der militärischen Unterstützung sinnvoll, so der SPD-Politiker gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Ein eindeutiges Nein zur Lieferung von deutschen Leopard-2-Kampfpanzern kam von Scholz allerdings nicht. Nach seinen Angaben stimmt man sich bei den Waffenlieferungen eng mit den Verbündeten und vor allem mit den USA ab. „Die Lage ist dynamisch“, sagte Scholz. Bisher hat aber kein Nato-Mitglied moderne westliche Kampfpanzer an Kiew geliefert.
Berlin hat seinerseits der Ukraine Waffen im Wert von mehr als 700 Millionen Euro zugesagt. Der größte Teil davon befindet sich bereits in Kiew, darunter auch zehn schwere Artilleriegeschütze vom Typ Panzerhaubitze 2000, 15 Flugabwehrpanzer, drei Mehrfachraketenwerfer und drei Bergepanzer. Geplant ist zudem die Lieferung von vier Luftverteidigungssystemen vom Typ Iris-T.
KanzlerGESPRÄCH mit Bundeskanzler Scholz in Magdeburg (25. August 2022) - SNA, 1920, 26.08.2022
Russische Spezialoperation in der Ukraine
Scholz: Keine Waffen an Kiew für Beschuss des russischen Territoriums
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