Uniper-Chef: Deutschland könnte Gasrationierung erwägen

© SNA / Alexander Galperin / Zugriff auf das MedienarchivLago von Uniper
Lago von Uniper - SNA, 1920, 05.09.2022
Nach der Lieferunterbrechung über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 schließt der deutsche Energieversorger Uniper nicht aus, dass in der Bundesrepublik die Gas-Verteilung rationiert werden könnte.
„Wir können nicht ausschließen, dass Deutschland eine Rationierung von Gas in Erwägung ziehen könnte“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach.
„Wir wissen, dass die Regierung dies so weit wie möglich vermeiden will, denn das wäre aus vielen Gründen eine Katastrophe", fügte er hinzu.
Das Unternehmen, Deutschlands größter Importeur von russischem Gas, erwägt derweil auch rechtliche Schritte gegen den Staatskonzern Gazprom, um seine Aktionäre für einen 90-prozentigen Rückgang ihres Marktwerts nach einem starken Rückgang russischer Gasausfuhren seit Juni zu entschädigen.
Anfang September hatte Gazprom mitgeteilt, dass der Gasdurchfluss durch Nord Stream 1 wegen eines Ölaustritts in der Kompressorstation Portowaja bis auf weiteres gestoppt bleibe. Uniper ist von diesen Gas-Lieferkürzungen besonders hart getroffen.
Michael Kretschmer vor der Presse in Moskau - SNA, 1920, 03.09.2022
„Natürlich brauchen wir es!“ – Kretschmer über russisches Gas
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала