„Größer als die ersten beiden“: Ampel-Partner stellen drittes Entlastungspaket vor

© Foto : ScreenshotBundeskanzler Olaf Scholz auf der Pressekonferenz der Ampel-Koalition in Berlin am 04.09.2022 (Screenshot)
Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Pressekonferenz der Ampel-Koalition in Berlin am 04.09.2022 (Screenshot) - SNA, 1920, 04.09.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz und die Parteichefs der Ampel-Koalition haben am Sonntag in Berlin über das vereinbarte dritte Entlastungspaket informiert. Dieses soll größer als die vorigen beiden Entlastungspakete sein und insgesamt 65 Milliarden Euro betragen.
„Wir werden durch diesen Winter kommen“, versprach Scholz zu Beginn der Pressekonferenz. Die Versorgung sei sicher. Russland sei kein zuverlässiger Energielieferant mehr. Das sei Teil der neuen Realität. „Europa und die ganze Welt bekommen die Auswirkungen zu spüren“, so Scholz.

„Wir nehmen alle diese Sorgen sehr, sehr ernst“, so Scholz weiter. „Es gilt mein Versprechen: ´You´ll never walk alone´“.

Von den Ampel-Partnern wurden unter anderem die folgenden Maßnahmen des dritten Entlastungspakets präsentiert, das größer als die ersten beidem zusammen sein und insgesamt 65 Milliarden Euro betragen soll:
Einmalige Energiepauschale von 300 Euro für Rentner
Einmaliger Zuschuss von 200 Euro für Studierende und Auszubildende
Strompreis für Basisverbrauch wird vergünstigt
Kindergeld um 18 Euro monatlich erhöht
Hilfe bei Heizkosten: einmalig 415 Euro für einen 1-Personen-Haushalt, 540 Euro für 2-PersonenHaushalt, zusätzliche 100 Euro für jede weitere Person
Inflationsbonus durch Arbeitgeber (falls vorhanden) bis 3000 Euro steuer- und abgabenfrei
Eine dauerhafte Home-Office-Pauschale soll es geben, welche ohne großes Belege-Sammeln absetzbar sein wird.
1,5 Milliarden Euro allein für die Nachfolge des9-Euro-Tickets. Das Deutschland-Ticket wird es laut dem Finanzminister Christian Lindner als digitales Abo geben. Der Grünen-Chef Omid Nouripour hofft, dass wir „bei Preisen um die 49 Euro landen werden“. Die Länder müssen der Finanzierung noch zustimmen.
Steuern auf alle Einkünfte bis 2000 Euro pro Monat sollen im kommenden Jahr entfallen
Friedrich Merz (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.09.2022
Merz: „Uns droht Anfang nächsten Jahres ein Blackout“
Zuvor war berichtet worden, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor dem Abstieg ganzer Bevölkerungsschichten und einer Pleitewelle für den Mittelstand gewarnt hatte.
Der sächsische Ministerpräsident, Michael Kretschmer, hatte sich ebenfalls zum aktuellen Thema der Energiekrise ausgesprochen. Die finanziellen Herausforderungen würden gigantisch und viel tiefgreifender sein als die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008. Das Einzige, was Deutschland tun könne, sei pragmatisch zu sein. Doch die Bundesregierung mache durch ihr Zögern die Krise immer schlimmer und erwecke nur den Eindruck alles getan zu haben. Die deutsche Wirtschaft verkrafte die gegenwärtige Verteuerung nicht, deshalb sei Deutschland auf das russische Gas angewiesen und brauche auch das russische Öl.
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