CERN erwägt Ausschaltung von Large Hadron Collider wegen Energiekrise – WSJ

© SNA / Alexej Witwizki / Zugriff auf das MedienarchivDie Europäische Organisation für Kernforschung (CERN)
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) - SNA, 1920, 04.09.2022
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) erarbeitet Pläne zur Stilllegung einiger ihrer Teilchenbeschleuniger, einschließlich der Large Hadron Collider (LHC), für den Fall, wenn Frankreich mit einem Energiemangel konfrontiert werden sollte.
Dies berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf den Chef des CERN- Energiemanagementausschusses, Serge Claudet. „Wir tun alles, um einen Stromausfall in unserer Region zu verhindern“, sagte er.
Das Ziel sei es, den LHC in Betrieb zu behalten und eine plötzliche Abschaltung zu vermeiden, die die 4,4 Milliarden US-Dollar teure Ausrüstung kaputt machen könnte. In erster Linie sollten andere Beschleuniger abgeschaltet werden, wodurch der Stromverbrauch des Zentrums um bis zu 25 Prozent reduziert werden könnte.
Nach Angaben der Zeitung stellen CERN-Mitarbeiter einen Plan zur Unterbrechung der Experimente zusammen. Ende September soll der Plan den Vertretern der Regierungen, die das Zentrum finanzieren, vorlegt werden.
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Zudem führe CERN Gespräche mit dem französischen Stromversorger EDF, damit dieser das Zentrum im Voraus über die Notwendigkeit informiere, weniger Strom zu verbrauchen.
Zuvor hatte EDF zwölf seiner Reaktoren für Reparaturen vom Netz abschalten müssen. Nach offiziellen Angaben sollen die Reaktoren vor Ende des Winters wieder in Betrieb genommen werden.
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Das CERN, das an der französisch-schweizerischen Grenze liegt, ist einer der größten Stromverbraucher Frankreichs. Bei Spitzenlast verbraucht es fast 200 Megawatt Strom – ein Drittel des Stromverbrauchs der Stadt Genf.
Der LHC ist nur einer von insgesamt acht Beschleunigern in dem CERN-Komplex. Außerdem gibt es im Zentrum zwei Teilchen-Entschleuniger, die die Untersuchung von Antimaterie ermöglichen.
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