Vucic: Werde Serben Verhängung von antirussischen Sanktionen nicht erklären können

© AP Photo / Darko VojinovicSerbiens Präsident Aleksandar Vucic
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic - SNA, 1920, 03.09.2022
An diesem Samstag ist der slowenische Präsident, Borut Pahor, zu einem Arbeitsbesuch in Belgrad eingetroffen. Nach seinem Treffen mit dem serbischen Staatsoberhaupt, Aleksandar Vucic, hielten sie eine gemeinsame Pressekonferenz ab, auf der Vucic unter anderem auf die Frage der Sanktionen gegen Russland einging.
So könnte Vucic nach eigenen Worten seinen Bürgern eine mögliche Verhängung von Sanktionen gegen das Land nicht erklären, das im Gegensatz zu den EU-Ländern und den USA die territoriale Integrität Serbiens nicht verletzt habe.
„Wie soll ich den Menschen erklären, dass wir Sanktionen gegen Russland verhängen, nicht gegen Slowenien? Russland hat die territoriale Integrität Serbiens nicht verletzt, Slowenien aber schon (durch die Anerkennung der Unabhängigkeit des selbsternannten Kosovo – Anm. d. Red.)“, erklärte Vucic auf die Frage eines Journalisten bezüglich Belgrads Weigerung, Sanktionen gegen Russland zu unterstützen.
Ihm zufolge wäre dann aus dieser Logik heraus denkbar, Sanktionen gegen Slowenien – das allerdings ein „freundlicher Staat“ sei – wie auch Frankreich oder die USA einzuführen.
Der slowenische Präsident, so Vucic, sei aber einer der wenigen, der die Position des offiziellen Belgrad in dieser Frage verstehe.
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