263 Prozent mehr: Einwohner einer schweizerischen Gemeinde wegen Strompreisexplosion frustriert

CC0 / cosmix / Pixabay / Schweizer Franken (Symbolbild)
Schweizer Franken (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.09.2022
Ein durchschnittlicher Haushalt in Oberlunkhofen (Kanton Aargau) wird für den Strom im nächstenJahr 263 Prozent mehr zahlen müssen, teilte das Portal 20min am Donnerstag mit. Dies würde mehrere Tausend Franken Mehrkosten und auch andere Folgen für den gewöhnlichen Alltag bedeuten.
„Seit zwei Jahren haben wir ein kleines Eigenheim. Die Strompreis-Explosion wird unsere junge Familie finanziell arg zu spüren bekommen“, zitiert das Portal einen der Einwohner von Oberlunkhofen, der als T.S. genannt wird. Die Familie mit zwei Kindern hat bereits die entsprechenden Maßnahmen getroffen und sämtliche Leuchtmittel mit LED-Lampen ausgestattet. Die übliche Haushaltstechnik wie zum Beispiel die Waschmaschine und den Geschirrspüler will diese Familie nun weniger nutzen.
Aber trotzdem sind die Einwohner geschockt:
"Ich bin ehrlich: Ich habe einen Groll auf die Verantwortlichen. Man sah es schon anfangs Jahr, dass der Strom knapp und teurer wird“, so T.S..
Er verstehe nicht, wie der lokale Stromversorger dies verschlafen konnte. Der Mann erwarte nun personelle Konsequenzen.
Der Strompreis in Oberlunkhofen wird nächstes Jahr um 263 Prozent steigen. Keine andere Gemeinde erhöht laut 20min die Kosten für Strom um mehr, als die Aargauer Gemeinde. Der Grund: die explosionsartig gestiegenenMarktpreise und das Unvermögen des Stromversorgers.
Dies würde für einen durchschnittlichen Haushalt jährliche Mehrkosten in Höhe von über 2000 Franken (mehr als 2030 Euro) bedeuten.
Die örtlichen Einzelunternehmen werden mit rund 3000 Franken an zusätzlichen Kosten rechnen müssen. Für die größeren Betriebe, wie zum Beispiel Holzverarbeitungsunternehmen, würde die Mehrkostensumme 88.000 Franken (über 89.500 Euro) betragen. Manche von den Unternehmen haben sich aber auf die Preisexplosion gewissermaßen vorbereitet und sich mit Solaranlagen ausgestattet.
Sogar bei kleineren Bierbrauereien gibt es Sorgen: Aufgrund des erhöhten Strompreises werde eine Flasche Bier 40 Rappen (Währungseinheit der Schweiz: 100 Rappen = 1 Schweizer Franken) teurer in der Produktion sein.
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