Gerichtsprozess: VW weist Schuld am Klimawandel von sich und nennt Verantwortliche

© SNA / Mikhail Fomichev / Zugriff auf das MedienarchivVolkswagen (Archivbild)
Volkswagen (Archivbild) - SNA, 1920, 01.09.2022
Ein Biobauer hat dem Volkswagenkonzern vorgeworfen, durch den Verkauf klimaschädlicher Autos für Umweltschäden verantwortlich zu sein. Laut VW-Anwälten ist aber eine verlässliche Zuordnung konkreter lokaler Wetterphänomene zum Klimawandel nicht möglich, teilten der SWR und die Zeit unter Berufung auf die ihnen vorliegenden Klageerwiderung mit.
Der VW hat eine Schuld am Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Felder eines Landwirts in Ostwestfalen von sich gewiesen. „Eine verlässliche Zuordnung konkreter lokaler Wetterphänomene zu Klimawandel“ sei nicht möglich. Letztlich beschreibe der Landwirt nur die allgemeinen großräumigen Folgen des Klimawandels.
„Wann dem Kläger wodurch und wie eine konkrete Beeinträchtigung droht, bleibt offen“, hieß es in der Klageerwiderung.
Vielmehr seien die Autofahrer maßgeblich dafür verantwortlich.

„Die der Beklagten zugeschriebenen CO2- Emissionen entstehen […] zu etwa 99% nicht in ihrer Sphäre, sondern durch eine eigenverantwortliche und eigennützige Verwendung der Fahrzeuge durch die Nutzerinnen und Nutzer“, zitiert die Zeit den VW-Konzern.

Darüber hinaus erklärte VW, es sei unstrittig, dass die globale Erwärmung gegenüber vorindustrieller Zeit auf anthropogene Treibhausgasemissionen zurückzuführen sei.
Der Landwirt fordert in seiner Klage unter anderem, dass VW schon ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkaufen darf, fünf Jahre früher, als es die EU-Kommission von den Autokonzernen verlangt. Das Landgericht Detmold hat für den 9. September einen Verkündungstermin bekannt gegeben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала