Moskau warnt Berlin vor Versuchen, seine Verantwortung im Zweiten Weltkrieg zu revidieren

© Andreas Peter / SNADetail des Sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow am Tag des Sieges, 9. Mai 2020
Detail des Sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow am Tag des Sieges, 9. Mai 2020 - SNA, 1920, 30.08.2022
Im Lichte des kommenden Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1. September hat die amtliche Pressesprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, auf die Politik der deutschen Behörden aufmerksam gemacht, die darauf abzielt, die historische Rolle Berlins in dem Konflikt zu revidieren.
Die Sprecherin wies insbesondere darauf hin, dass die BRD-Behörden immer wieder versuchen, der Sowjetunion eine gewisse Verantwortung für den Ausbruch des Krieges zuzuschreiben, „die mindestens ihrer eigenen historischen Schuld entspricht, wenn nicht sogar gleichkommt“. Dieser Komplex belaste Berlin offensichtlich immer stärker.
„In diesem Zusammenhang wird das absurde Narrativ der angeblichen Identität des Staatssystems der ,stalinistischen‘ Sowjetunion und des deutschen nationalsozialistischen Regimes, das den Holocaust und die gezielte Vernichtung von Millionen von Zivilisten in derselben UdSSR durchführte, intensiv gefördert“, schrieb Sacharowa.
Im Wesentlichen verfolge Berlin dieselbe Linie, indem es sich jahrelang weigere, den nicht jüdischen Blockade-Überlebenden entsprechende Zahlungen zuzuweisen. Die Umsetzung dieser „humanitären Geste“ werde aus rein politischen Gründen künstlich verzögert, was die Gesundheit und das Wohlergehen der Überlebenden gefährde. Es sei eine eklatante und skandalöse Situation, so die Sprecherin.
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