Umstrittene Gasumlage: Ampel fordert Überarbeitung bis Dienstag

© SNA / Alexej Witwizki / Zugriff auf das MedienarchivVerdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild)
Verdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild) - SNA, 1920, 29.08.2022
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck steht immer wieder in der Kritik wegen der umstrittenen Gasumlage, die die Folgen der Energiekrise abmildern soll. Nun fordern Politiker von SPD und FDP eine Überarbeitung des Konzepts bis zur Regierungsklausur am Dienstag.
„Handwerkliche Fehler sollten bis zur Kabinettsklausur beseitigt werden“, sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr der „Bild“. Die Gasumlage dürfe „keinesfalls zu Extrarenditen bei Unternehmen führen“. Man müsse aufpassen, dass „staatliche Eingriffe die Energiekrise nicht verschlimmbessern“. Von wesentlicher Bedeutung sei, das Angebot an Energie zu erhöhen, „unter anderem durch eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke“.
Der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck - SNA, 1920, 21.08.2022
„Die falsche Entscheidung“: Habeck schließt längere AKW-Laufzeiten zum Gas-Sparen aus
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner bezeichnete die Gasumlage als ungerecht. Sie biete Konzernen die Möglichkeit für extra Profite und verschärfe gleichzeitig soziale Härten bei Millionen Verbrauchern. Die Kabinettsklausur sei „der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt, um die Gasumlage neu zu verhandeln“.
Habeck hat am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „heute journal“ einer Überarbeitung der Gasumlage zugesagt und die umstrittene Maßnahme zugleich grundsätzlich verteidigt.
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