Offizielle Zahlen im Check: Jeder zweite Omikron-Tote in RKI-Statistik nicht an Corona gestorben

© AP Photo / Fritz ReissRKI-Hauptgebäude in Berlin (Archivbild)
RKI-Hauptgebäude in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 28.08.2022
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat nach Angaben der „Bild“-Zeitung untersucht, wie hoch die Quote der Corona-Toten an der Omikron-Variante im Vergleich zu anderen Corona-Stämmen ist, und festgestellt, dass diese Welle gar nicht so gefährlich ist, wie man es der Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) entnehmen kann.
Der Studie zufolge ist der Anteil derjenigen, die tatsächlich an Corona gestorben sind, im Vergleich zwischen Delta- zu Omikron-Wellen von 85 auf 46 Prozent gesunken.

„Das heißt, nur rund die Hälfte der an das RKI gemeldeten ‚Coronatoten‘ sind mit dem Auftreten von Omikron tatsächlich dem Virus zum Opfer gefallen“, erklärte Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge.

An Omikron versterbe nur sehr selten noch jemand, der geimpft sei und keine zusätzlichen Risikofaktoren habe, so Kluge. Trotzdem fließen alle Toten mit Corona-Erkrankung am UKE in die Todesstatistik des RKI ein – auch die, bei denen Corona nur ein Nebenbefund war, lautet der Artikel.

Auch Prof. Michael Albrecht vom Uniklinikum Dresden äußerte seine Kritik an dieser Todesstatistik, die „keine eindeutige Datenbasis“ habe. „Meiner Meinung nach sollte man zwischen Covid-19 als Haupt- und Nebendiagnose unterscheiden“, sagte Albrecht.
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