Verfassungsschutz-Chef bezeichnet Warnungen vor Unruhen wegen Energiekrise als übertrieben

© AP Photo / Markus SchreiberDer Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang
Der Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang - SNA, 1920, 28.08.2022
Nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, sind Warnungen vor Massenprotesten im Herbst wegen der hohen Energiepreise übertrieben.
„Ich rechne nicht mit Protesten, die gewaltsamer sind als zu Hochzeiten der Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen“, sagte Haldenwang der „Bild am Sonntag“.
Ihm zufolge gibt es aktuell keine Anzeichen für gewalttätige Massenkrawalle bei angekündigten Demonstrationen. Die Sicherheitsbehörden seien aber für alle denkbaren Szenarien gewappnet. Der Verfassungsschutz schaue unter anderem genau hin, ob dieser legitime Protest von Demokratiefeinden gekapert werde.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und der Thüringer Verfassungsschutzchef Stephan Kramer hatten zuvor vor einer „hochemotionalen, explosiven und gewalttätigen Situation“ im Herbst angesichts wachsender Krisenstimmung infolge von Corona, Ukraine-Konflikt und Energiepreisen gewarnt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала