Schlesinger-Affäre: RBB-Redaktionsausschuss fordert Rücktritt der Geschäftsleitung

CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons / cropppedRBB-Sendezentrum in Berlin-Charlottenburg (Symbolbild)
RBB-Sendezentrum in Berlin-Charlottenburg (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.08.2022
In seiner Erklärung, die der Deutsche Presse-Agentur (DPA) vorliegt, verlangt der Redaktionsausschuss des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), die Belegschaft in die Suche nach einer neuen Führung einzubeziehen.
„Die RBB-Geschäftsleitung genießt kein Vertrauen mehr – weder in der ARD noch im eigenen Haus. Deshalb muss sie unverzüglich zurücktreten“, erklären die Journalisten des Senders in dem Schreiben, die eine lückenlose Aufklärung mit der aktuellen Geschäftsführung für unmöglich halten. Sie gehen davon aus, DASS die Stellvertreter oder die Hauptabteilungsleiter nicht einfach automatisch nachrücken.
„Denn alle, die in der Ära Schlesinger von Boni profitiert haben, haben auch dieses System mitgetragen. Wir brauchen andere, flachere und wirklich transparente Strukturen“, hieß es weiter.
Zuvor hatten die Intendanten der anderen ARD-Häuser von verloren gegangenem Vertrauen in der Aufarbeitung der Affäre um die abberufene Senderchefin Patricia Schlesinger gesprochen und sich von der Leitung rund um den geschäftsführenden Intendanten Hagen Brandstäter distanziert.
ARD (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.08.2022
Nach Vorwürfen: RBB-Intendantin Schlesinger tritt als ARD-Vorsitzende zurück
Zu den Hintergründen der Abberufung von Schlesinger gehören Vorwürfe der Vetternwirtschaft, lukrative Verträge, teure Abendessen und ein Luxusdienstwagen. Derzeit läuft eine externe Untersuchung einer Anwaltskanzlei.
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