Holocaust-Eklat um Abbas: Antisemitismusbeauftragter nimmt Scholz in Schutz

© AP Photo / Michael SohnBundeskanzler Olaf Scholz
Bundeskanzler Olaf Scholz - SNA, 1920, 18.08.2022
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat den Bundeskanzler Scholz trotz der Vorwürfe wegen mangelnder Reaktion auf den Holocaust-Vergleich von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas in Schutz genommen.
Es sei „vielleicht nicht so ganz optimal, wenn man einen internationalen Gast hat, der in einer Art und Weise reagiert, wie man es nicht erwartet“, sagte er am Mittwochabend gegenüber der ARD. Die Kommunikation könne zum Anlass genommen werden, „nach vorne zu schauen und zu sehen, wie man sich vorbereiten kann auf derartige Anlässe“.
Bei dem Eklat am Dienstag habe es sich vor allem um „ein Kommunikationsproblem zwischen dem Bundeskanzler und seinem Regierungssprecher“ gehandelt. Die Haltung des Bundeskanzlers zu Israel und israelbezogenem Antisemitismus sei ja ganz klar. Scholz werde sicher Gelegenheit haben, in den nächsten Tagen und Wochen hierzu Stellung zu nehmen, beispielsweise am 5. September, wo der 50. Jahrestag des Gedenkens an das Olympia-Attentat in München begangen werde.
Die Äußerung von Abbas stufte Klein als ein Fall des israelbezogenen Antisemitismus ein: „Den können wir nicht dulden“. Abbas sei jedoch der politische Anführer der palästinensischen Gemeinde, „der Gesprächspartner, den man nun hat und mit dem muss man nun zurechtkommen“. Er hoffe, dass auch die palästinensische Seite gelernt habe, dass solche Äußerungen in Deutschland inakzeptabel seien.
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