Schweiz will Reservekraftwerke bei Notfall im Spätwinter einsetzen

CC0 / TeeFarm / pixabayBlick auf Bern am Abend (Symbolbild)
Blick auf Bern am Abend (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.08.2022
Der Schweizer Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, dass das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) Vertragsverhandlungen zum Einsatz von Reservekraftwerken mit entsprechenden Betreibern führen können.
Laut einer Mitteilung auf dem Webportal der Schweizer Regierung sollen diese Kraftwerke ergänzend zur Wasserkraftreserve bereits im kommenden Spätwinter zur Bewältigung von außerordentlichen Knappheitssituationen bereitstehen.
Das UVEK habe bei Konsultationen mit den Kantonen und einer Vielzahl von Betreibern festgestellt, dass ein Potenzial von insgesamt mehr als 300 MW Leistung für den Einsatz im Spätwinter zur Verfügung stünde. Zur Finanzierung würden Nachtrags- und Verpflichtungskredite beantragt.
Zuvor hatte die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) empfohlen, bis 2025 zwei bis drei Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von bis zu 1000 Megawatt zur Ergänzung der Wasserkraftreserve zu bauen.
Ein Arbeiter geht auf dem Gelände von Westeuropas größten Gasspeicher in Rehden über die Anlage (Archivbild) - SNA, 1920, 17.08.2022
Deutschlands Gasvorräte reichen für zweieinhalb Monate im Fall von Lieferstopp aus Russland – BNetzA
Zudem prüfe der Bund ob auch rund 300 Notstromaggregate, die von dem Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid eingesetzt werden, als Reservekraftwerke genutzt werden könnten. In Vorbereitung sei auch eine temporäre Spannungserhöhung der Übertragungsleitungen Bickigen-Chippis sowie Bassecourt-Mühleberg.
Jens Spahn (Archivbild) - SNA, 1920, 16.08.2022
„Brauchen diesen Strom im Winter dringend“ – Spahn für Weiterbetrieb der AKW
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