„Putin muss wissen, was wir von ihm fordern“ – Scholz

© AP Photo / Christophe GateauOlaf Scholz (Archiv)
Olaf Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 16.08.2022
Der Bundeskanzler Olaf Scholz hält direkte Kommunikation mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für sehr wichtig. Gleichzeitig ist es ihm zufolge kaum möglich, dass sich die Beziehungen zu Russland in naher Zukunft verbessern.
Auf die Frage, ob er den Dialog mit Putin fortsetzen wird, sagte Scholz in einem Interview mit der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“:
„So schwierig dies auch ist, gerade in Krisenzeiten ist direkte Kommunikation besonders wichtig. Ich will sichergehen, dass unsere Botschaften den russischen Präsidenten direkt erreichen, dass sich Russland seiner Verantwortung direkt stellen muss. Meine klare Botschaft an ihn: Seine Strategie in Bezug auf die Ukraine wird nicht aufgehen.“
Natürlich führe das nicht dazu, „dass Russland von jetzt auf gleich einen Kurswechsel vollzieht“. Aber Putin müsse wissen, so Scholz. „was wir von ihm fordern“. Deswegen halte er solche Gespräche auch weiterhin für wichtig.
Auch eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland sehe Bundeskanzler in absehbarer Zeit nicht kommen.
„Russland führt Krieg gegen die Ukraine und sorgt für unglaubliches Leid und Zerstörung. Solange Russland diesen Krieg nicht beendet, seine Streitkräfte aus der Ukraine abzieht und einen vernünftigen Frieden schließt, sehe ich nicht, wie man überhaupt anfangen kann, an eine Normalisierung zu denken”, so Scholz.
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