In Ukraine eingesetzt: Kampfjet Su-57 bei russischer Rüstungsmesse „Army 2022“ vorgestellt

© SNA / Nikolaj JolkinRussisches Kampfflugzeug Su-57 bei Rüstungsmesse Army 2022
Russisches Kampfflugzeug Su-57 bei Rüstungsmesse Army 2022 - SNA, 1920, 16.08.2022
Auf der dieswöchigen Rüstungsmesse „Army 2022“ bei Moskau ist unter anderem ein russisches Kampfflugzeug der 5. Generation, Suchoi Su-57, nach Einsätzen in der Ukraine präsentiert worden.
„Die Kampfjets zeigten sich während der militärischen Spezialoperation von ihren besten Seiten, sagte Juri Sljusar, Präsident der Flugzeugbau-Holding UAC (United Aircraft Corporation), zu der Suchoi gehört, vor Journalisten am Rande des Forums.
„Wir sind stolz darauf, dass unser Jagdflugzeug jetzt in die Serienproduktion kommt.“
Der Jet (Nato-Codename: Felon) besitzt eine fortschrittliche Avionik und Stealth-Eigenschaften. Darüber kann die Maschine mit Überschallgeschwindigkeit fliegen. Zum ersten Mal wurde die Su-57 in einem echten Kampf 2018 in Syrien getestet. Bis Ende 2024 soll die russische Luftwaffe 22 solche Flugzeuge erhalten, und bis 2028 sollihre Zahl auf 76 erhöht werden. In der Ukraine hat Russland erstmals einen Verband vonvier Su-57-Jägern eingesetzt, die zu einem gemeinsamen Informationsnetzwerk verbunden waren. Ihre Aufgabe war es, feindliche Flugabwehr zu zerstören.
Das russische Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug verfügt nämlich über eine intelligente Navigation: Das System sagt die Aktionen des Gegners voraus. Mathematische Modelle ermöglichen es, den Grad der Bedrohung und die Möglichkeit zu bestimmen, dem einen oder anderen Luftverteidigungssystem entgegenzuwirken. Nach Entfernung, Azimut, Winkel und Ort, sogar nach indirekten Angaben, all dies wird von der Bordelektronik online automatisch verarbeitet.
© SNA / Nikolaj JolkinRussisches Kampfflugzeug Su-57 bei Rüstungsmesse Army 2022
Russisches Kampfflugzeug Su-57 bei Rüstungsmesse Army 2022 - SNA, 1920, 16.08.2022
Russisches Kampfflugzeug Su-57 bei Rüstungsmesse Army 2022
Darüber hinaus hilft die Interaktion mit der Bodenaufklärung, die auch Informationen an die Kampfleitstelle des Schwarms, aber tatsächlich an seinen Kommandeur übermittelt. Die Informationen werden unverzüglich verschlüsselt an jeden Piloten der Gruppe übermittelt, damit auch er eine Entscheidung treffen kann. Alle Flieger sehen die Situation gleichzeitig und sekundenschnell. Der Schwarmkommandeur hat die gegnerische Luftverteidigungszone noch nicht erreicht, verfügt aber bereits über zuverlässige Informationen darüber, was wo gegen ihn arbeitet.
Russland und die USA haben ein völlig unterschiedliches Herangehen an Flugzeuge der 5. Generation. Wenn für die Amerikaner das Hauptkriterium Unsichtbarkeit ist, dann ist es fürRussland Manövrierfähigkeit. Sobald eine Rakete auf eine russische Flugzeuggruppe abgefeuert wird, sehen es die Piloten sofort, und das mathematische Modell des Navigationssystemsberechnet augenblicklich die Flugbahn dieser Rakete.
Sie schaffen es, im halbautomatischen oder sogar vollautomatischen Steuerungsmodus ein Raketenausweichmanöver durchzuführen und gleichzeitig das elektronische Gegenmaßnahmensystem einzuschalten.
Experten zufolge nutzt die Su-57 das sogenannte network-centric-Prinzip, das auch in dem künftigen US-Jagdflugzeug der sechsten Generation – NGAD (Next-Generation Air Dominance) – zum Einsatz kommen soll, dessen Hauptaufgabe gerade der ständige Informationsaustausch ist.
Die Su-57 hat damit die Linie der Flugzeuge der eigentlichen 5. Generation überschritten und kann in Bezug auf ihr Potenzial bereits als Kampfflugzeug der 6. Generation angesehen werden, obwohl die Details den Journalisten nicht mitgeteilt wurden. Aber anscheinend funktioniert die Su-57 in der Ukraine genau wie ein Kampfjet der 6. Generation in der Form, in der sie in den USA verstanden wird.
Wie man die Su-57 abschießen kann, und dazu noch in einem Flug von vier Kampfflugzeugen, die zu einem gemeinsamen Informationssystem zusammengeschlossen werden, ist für die Nato ein großes Rätsel, äußerte der Militärexperte Wiktor Litowkin.
„Eine so manövrierfähige Maschine wie die Su-57 abzuschießen, die in der Luft anhalten und rückwärts fliegen kann, was sie während der Moskauer Flugschau MAKS am Flughafen Schukowski demonstriert hat, ist kaum möglich. Die Rakete, die den Kampfjet treffen soll, fliegt einfach vorbei.
Die Elektronik des neuen Kampfflugzeugs warnt den Piloten: ,In 5 Sekunden trifft dich die Rakete‘, und er schafft ein Anti-Raketen-Manöver, entfernt sich von dieser Rakete oder feuert seine eigene Rakete darauf ab. Es gibt viele andere Tricks - zum Beispiel werden Wärmefallen gegen Flugabwehrraketen abgefeuert, die die ,Aufmerksamkeit‘ der Rakete, die auf den Motor des Flugzeugs gezielt ist, auf sich ziehen.
Da sich die Su-57-Piloten in einem gemeinsamen Informationsraum befinden, verteilt der Kommandeur unter ihnen die Ziele, die sie zu jeder gegebenen Sekunde angreifen werden. Und der Gegner weiß nicht, welches des vier Flugzeuge ihn angreift.“
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