Kalte Pools und reduzierte Raumtemperaturen: So wenig Gas-Ersparnis bringen Habecks Pläne

© REUTERS / SARAH MEYSSONNIERRobert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz. Paris, 7. Februar 2022
Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz. Paris, 7. Februar 2022 - SNA, 1920, 13.08.2022
Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will per Verordnung zum Energiesparen verpflichten. Doch nun zeigt sich, dass die geplanten Maßnahmen wohl nur eine geringe Wirkung auf den Gasverbrauch haben dürften.
Durch die geplante Regelung könnte der Verbrauch in Deutschland jährlich lediglich um zwei Prozent reduziert werden, berichtete die „Welt“ mit Verweis auf Regierungskreise. Nötig sind laut der Bundesnetzagentur allerdings Einsparungen von mindestens 20 Prozent, in der EU wurde eine Reduktion von 15 Prozent vereinbart. Da in Deutschland bislang nur fünf bis acht Prozent des Gases eingespart wurden, müsste eine weitere Reduktion von mindestens zehn Prozent vorgenommen werden. Drei bis fünf Prozent könnten dabei durch das Verringern der Stromproduktion durch Gaskraftwerke erreicht werden.
Dennoch würde ein Rest von fünf bis zehn Prozent übrig bleiben, den die Industrie und Haushalte einsparen müssten. Dabei sollen im Rahmen der angekündigten Verordnungen unter anderem ein Heizverbot für private Pools, reduzierte Raumtemperaturen für öffentliche Gebäude eingeführt werden. Auch Klauseln in Mietverträgen, die eine Mindesttemperatur vorgeben, sollen ausgesetzt werden, obwohl dadurch eine vermehrte Schimmelbildung drohe.
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